Mugele-Cup 2018

Der Mugele-Cup am Wochenende im bald 50 Jahre alten Hallenbad an der Goethestraße war für den Schwimmverein Gmünd eine organisatorische Herausforderung, die dank zahlreicher Helfer mit Bravour gemeistert wurde. Der Aufwand hat sich auch in sportlicher Hinsicht gelohnt: Bei 729 Starts verbesserten die 52 Athleten des Schwimmvereins Gmünd gleich 585 Mal ihre persönliche Bestzeiten, stellten 22 Altersklassen- und fünf neue Vereinsrekorde auf. Mit einer solchen Bilanz hatte Chef-Trainer Patrick Engel niemals gerechnet: „Eine Bestzeitenquote von über 80 Prozent beweist, dass wir mit unserem Trainingsaufbau auf dem richtigen Weg sind." Bei den baden-württembergischen Kurzbahnmeisterschaften am kommenden Wochenende darf man deshalb weitere Steigerungen erwarten, denn insbesondere die Schwimmerinnen und Schwimmer der Leistungsgruppe 1 sind beim Mugele-Cup aus dem vollen Training heraus an den Start gegangen.

Begünstigt wurde die Rekordflut dadurch, dass beim Mugele-Cup die selten geschwommenen 25-Meter-Sprints ausgetragen wurden. Auch die fantastische Stimmung in der proppenvollen Halle und das lukrative Preisgeld dürften ein besonderer Ansporn gewesen sein.

Alle neuen Vereinsrekorde wurden von Noah Bez auf den kurzen Sprintdistanzen aufgestellt – 13,30 Sekunden über 25 m Brust, 11,54 und dann 10,76 Sekunden über 25 m Freistil, 11,97 und dann 11,53 Sekunden über 25 m Schmetterling. Insgesamt gewann Bez acht Wettkämpfe, darunter die „wertvollsten" 100 m Freistil (50,66) und 100 m Schmetterling (56,00). „Spätestens bei den deutschen Meisterschaften Mitte Dezember in Berlin will ich unter 50 Sekunden bleiben", kündigte Noah Bez an. Pech hatte er im Cut-off-Finale über 4 x 25 m Lagen, weil ausgerechnet seine „Lieblingsdisziplin" Rücken zum letzten Showdown ausgelost wurde. So blieb dem eigentlichen Sprinterkönig nur der dritte Rang.

Patrick Dalferth (Jahrgang 1999), der seit Herbstanfang in Saarbrücken studiert und (jetzt viel mehr und härter) trainiert, zeigte sich von seiner Topfrühform selbst überrascht: „Dass ich schon so schnell bin, hatte ich nicht geglaubt." Dreimal stand er auf dem Podest ganz oben, bei seinen 2.08,71 Minuten über 200 m Rücken schrammte er nur hauchdünn an seiner Bestzeit vorbei. Dreimal gewann Patrick „Gold". Sein Bruder Philipp Dalferth (Jahrgang 2001) verbesserte bei 14 Starts gleich elfmal seinen Hausrekord – eine ganz außerordentliche Bilanz. Dreimal (200 m Freistil, 100 m und 200 m Lagen) schlug er als Erster an. Nils Wendel (1999) überzeugte mit vier Bestleistungen in fünf Rennen, über 50 m Brust zog er überraschend ins Finale ein und wurde hier in 30,45 Sekunden Fünfter.

13 Rennen, 13 Bestzeiten, fünf erste Plätze – besser hätte sich der 16-jährige Max Luca Schenke (vom SV Region Stuttgart gekommen) beim Schwimmverein Gmünd nicht einführen können. Sein zwei Jahre jüngerer Bruder Hannes Schenke stand ihm da nicht viel nach: zehn Rennen, zehn Bestzeiten, zwei Altersklassenrekorde (1.04,40 Minuten über 100 m Lagen und 2.22,31 Minuten über 200 m Schmetterling), vier Siege. „Dabei sind die beiden Schenkes eigentlich Spezialisten für die längeren Strecken", sagte Engel, „beide haben unheimliches Potenzial, an beiden werden wir noch unsere Freude haben." Auch Noah Hermann (1999), der von Biel nach Gmünd kam, schwamm in allen seinen sieben Rennen persönliche Bestzeit und beeindruckte mit einem dritten Platz über 200 m Freistil in 1.59,97 Minuten.

Achtmal in neun Wettbewerben schwamm Tommy Schabel (2002) zu neuen Bestzeiten, die 50 m Brust gewann er in seinem Jahrgang in 32,44 Sekunden. Tom Gudehaus (2002) startete fünfmal und schlug immer in neuer Bestzeit an, seine 1.07,50 Minuten über 100 m und seine 2.23,38 Minuten über 200 m Rücken reichten dabei zu Platz 1, Zweiter wurde er über 50 m Rücken. Einen zweiten Platz erreichte auch Magnus Serenus Bihlmeier (2000) bei sechs Starts über 25 m Brust in 16,00 Sekunden; auf Rang drei in 2.32,50 Minuten über 200 m Brust schlug Fabian Blessing (2000) an, zweimal verbesserte er seinen Hausrekord, Auch Niklas Kolb (2000) steigerte seine Bestmarke zweimal.

Bei den Mädchen der Leistungsgruppe 1 trumpfte Hannah Hägele (2002) auf. 13 Mal sprang sie vom Startblock, neunmal kletterte sie mit neuer Bestzeit aus dem Wasser. Bei ihrem Sieg über 25 m Rücken in 15,74 Sekunden und bei ihrem dritten Platz über 25 Schmetterling in 15,74 Sekunden schraubte sie sogar den Altersklassenrekord nach oben. Zweite wurde sie über 50 m Rücken in 32,89 Sekunden.

Noch einen Tick besser war die Bilanz von Hanna Fuchs (2002): Sie schlug in 12 von 13 Rennen mit neuer Bestzeit an. Herausragend ihr neuer Altersklassenrekord über 50 m Brust in 34,35 Sekunden, womit sie auch Platz 1 in ihrem Jahrgang belegte und im Finale der offenen Klasse Zweite wurde. Auch ihre 16,80 Sekunden über 25 m Brust (Rang 2) bedeuteten neuen Alterslassenrekord.

Julia Stegmaier (2001) überzeugte in vier Rennen mit einer Bestzeit – ihre 1.03,57 über 100 m Freistil reichten zum Sieg in ihrer Altersklasse. Auch die 200 m Brust gewann sie in guten 2.50,35, über 50 m Brust verpasste sie in 34,96 Sekunden am großen Finale als Vierte nur hauchdünn einen Podestplatz.

Anna Lisa Barth (2000) stand dreimal auf dem „Stockerl": als Zweite über 200 m Brust in 254,57 Minuten sowie jeweils als Dritte über 100 m Brust in 1.20,42 Minuten und über 200 m Lagen in 2.54,57 Minuten. Über 50 m Brust wurde sie Vierte. Lena Talgner (2000) steigerte in ihren sieben Rennen ihre Bestzeit über 200 m Rücken auf 2.39,77 und kam damit als Zweite aufs Podest, das sie in den anderen Disziplinen nur knapp verfehlte. Serena Hedrich (2000) beendete die 25 m Brust und Rücken jeweils als Dritte auf dem Podest, das Katharina Bopp (2000) in ihren fünf Rennen knapp verpasste.

Nachwuchs trumpft auf

Allein 70 erste und zweite 60 dritte Plätze gingen an die Jahrgänge 2004 und jünger des SVG. Herausragend die Schwimmerinnen des Jahrgangs 2005. Marie und Paula Fuchs, Kathrin Stotz, Lena Hägele und Ida Schneider konnten in fast allen Disziplinen die ersten drei Plätze unter sich ausmachen. Die besten Leistungen waren die 1:10,35 Min. von Paula Fuchs über 100 m Rücken und die 2:33,66 Min. von Marie Fuchs über 200 m Lagen, womit sie nur hauchdünn Altersklassenrekord vorbei schrammte. Ein spannendes Rennen lieferten sich Ida Schneider und Marie Fuchs über die 200 m Freistil, diesmal war es Ida, die in 2:21,33 Min. knapp vor Marie (2:21,61) gewann. Energieleistungen vollbrachten Paula Fuchs und Ida Schneider über 200 m Schmetterling, die sie in 2:47,50 Min. und 2:49,19 Min. als Doppelsiegerinnen beendeten.

Ihre Vielseitigkeit bewies Kathrin Stotz mit neuen Bestzeiten über 200 m Rücken (2:42,1 Min.) und 200 m Freistil (2:29,22 Min.). Lena Hägele bewies ihre Sprintqualitäten mit den Siegen über 25 m und 50 m Schmetterling. Erste wurde sie auch über 100 m Lagen in 1:15,90 Min.

Allein fünf der sechs Finalteilnehmerinnen über 100 m Lagen der weiblichen Jugend C stellte das Perspektivteam Mädchen des SVG. In einem spannenden Rennen konnte sich die Vierte des Vorlaufs Paula Fuchs um die Haaresbreite gegen ihre Zwillingsschwester Marie, die Vorlaufschnellste, behaupten. Mit 1:10,58 Min. stellte Paula einen neuen Altersklassenrekord auf. Auf den dritten Platz schwamm Kathrin Stotz in 1:12,67 Min., während sich Ida Schneider und Lena Hägele einen harten Kampf um die Plätze vier und fünf lieferten, den Ida in 1:15,11 Min. gegenüber 1:15,81 Min. gewinnen konnte.

Einen super Einstand hatte die vom SV Göppingen nach Gmünd gewechselte Neele Rapp (Jahrgang 2004). Die Freistilsprinterin gewann in sehr guten1:01,11 Min. die 100 m Freistil und konnte sich mit einem weiteren Sieg über 50 m Freistil gleich in die Liste der Alterklassenrekorde eintragen. Hanna Schweitzer (2004) erzielte gleich mehrere neue Bestzeiten und wurde dreimal Dritte. Sehr gut ihre Zeiten auf den 100 und 200 m Brust in 1:24,24 und 2:57:72 Min. Marlene Wendel steigerte sich nach einer verletzungsbedingten Trainingspause überraschend auf 32,89 Sekunden über 50 m Rücken, die sie gewann.

Geradezu aufgeblüht nach einem Wechsel Trainingsgruppe, mit viel Einsatz und Energie ging Flora Talgner (2003) in allen ihren Rennen, die sie alle in neuer Bestzeit beendete. Ganz besonders freuten sich ihre Trainer Daniela Fuchs und Peter Stich über die neuen Bestzeiten über 100 m (1:15,53 Min.) und 200 m Rücken (2:38.08 Min.) sowie den 200 m Freistil in 2:23,50 Min. Leni Frank (2006) begeisterte bei ihrem Sieg über 200 m Rücken in 2:51,53 Min. sowie mit Platz zwei über 100 m Lagen. Mila Funk (2006) siegte nach einer Energieleistung über 100 m Schmetterling in 1:25,58 Min. und erzielte über 100 m Freistil in 1:10,64 Min. eine weitere gute Leistung. Ebenso Leoni Riedel, die in allen ihren Rennen neue Bestzeiten schwimmen konnte.

Cilia Gottesbüren, ebenfalls vom SV Göppingen nach Gmünd gekommen, hatte mit mehreren guten Leistungen einen guten Einstand im Gmünder Mädchenteam, zum Beispiel mit 1:03,57 Min. über 100 m Freistil und 2:52,17 Min. über 200 m Schmetterling. Sarah Blessing, Lilly Nowara und Leonie Pfisterer, alle Jahrgang 2003, konnten nach ihrem Wechsel in die neue Trainingsgruppe in allen ihren Rennen in die Nähe ihrer Bestzeiten schwimmen.

Aus dem Perspektivteam Jungs der Trainer Veit Botsch, Marcus Schramm und Frank Wendel schwammen alle persönliche Bestzeiten und lieferten damit ein sehr gutes Mannschaftsergebnis ab. Schnellster Sprinter war Dario Kühnle-Canon, der sich über 50 m Freistil auf 0:28,36 Sekunden verbesserte, dicht gefolgt von Felix Hägele (28,81). Mit 2:39,21 Min. holte Felix Hägele (2004) über 200 m Rücken eine Bronzemedaille. Zwei Rennen gewann Max Maier (2006): Als Sieger über 50 m Brust gelang ihm gar in 37,98 Sekunden ein neuer Altersklassenrekord; auch die 200 m Brust ließ er sich in 3:14,40 Min. nicht nehmen. Nils Schulte verbesserte sich über 100 m Freistil auf 1:06,48 Min.(Platz 7) und Simon König auf 1:08,24 Min. (Platz 8). Auch Theo Kubelke steigerte sich über 50 m Freistil um mehr als 4 Sekunden auf 32,52 Sekunden. (Platz 10).

Dominik Abele (2006) war über 200 m Freistil in toller Bestzeit von 2.44,79 Minuten nicht zu schlagen. Johannes Beyer war über 50 m Schmetterling in 37,03 Sekunden flott unterwegs. Der Sieger über 200 m Brust beim Jahrgang 2007 hieß Bastian Heilemann, der sich auf 3:16,81 Min. verbesserte. Auch bei Thies Hannig platzte der Knoten – er steigerte sich über 100 und 200 m Freistil um mehr als zehn Sekunden. Auch Noah Jaumann und Jan Klein waren schnell unterwegs. Bei Charlotte Schramm (2005) waren besonders die Bruststrecken beachtenswert.

Auch die jüngsten Jahrgänge präsentierten sich in sehr guter Form. Allein die Geschwister Imela und Emilia Zeh konnten in ihren Jahrgängen 2009 und 2008 mehrere Rennen gewinnen. Die 1:17,98 Min. von Imela über 100 m Freistil begeisterten ebenso wie die 100 m Schmetterling in 1:26,41 Min. ihrer Schwester Emilia. Dreifache Siegerin wurde Marit Boomersbeim (2008), die ihre beste Zeit über 100 m Freistil in 1:18,49 Min. erzielte. Ebenso in die Siegerliste konnten sich Eileen Weishaupt, Pia Munz, Ferdinand Strampfer, Lenny Kientz, Timo Schwerer, Jewgeni Bosche, Bastian Heilemann eintragen. Felix Strampfer gewann beim Jahrgang 2008 allein neun Rennen.

Staffeln

In sechs von acht Staffelrennen war der SV Waiblingen nicht zu schlagen. Den siebten Sieg „vergeigten" die Waiblinger über 16 x 25 m Lagen, weil ausgerechnet der 13. Schwimmer statt Schmetterling die Freistildisziplin bevorzugte – die Disqualifikation war die Folge. So kam der Schwimmverein Gmünd zu seinem einzigen Staffelsieg. Die 4 x 50 m Freistil mixed sah die SG Reutlingen/Tübingen vorne.


15.11.18


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