Kerstin Vogel beim SVG verabschiedet

(srk) Abitur in der Tasche, ab in die Ferien und dann beginnt für Kerstin Vogel ein neuer Lebensabschnitt. Der Schwimmverein Schwäbisch Gmünd verliert eines seiner Aushängeschilder der letzten 20 Monate. Die gebürtige Rheinländerin ist in ihre Heimat zurückgekehrt. Zuvor wurde sie aber noch vom SVG gebührend verabschiedet. Neben der Vorstandschaft mit "Chef" Roland Wendel und seinen beiden Stellvertretern Steffen Kregler (für den Sport) und Roland Aubele (Finanzen) hatte sich auch die Mannschaft im Freibad Schießtalsee" eingefunden um Kerstin Vogel offiziell zu verabschieden.

"Für uns ist es natürlich eine harte Entscheidung, zumal sie ihr Berufswunsch Tierärztin ein Studium hier oder auch in der Umgebung nicht zuläßt", bedauerte Steffen Kregler den Schritt, zeigte er und der Verein aber auch Verständnis für diesen Schritt. "Zudem sind die Bedingungen für eine Konkurrenzfähigkeit auf internationalem Niveau auf Dauer in Schwäbisch Gmünd nicht gegeben", forderte er einmal mehr eine 50m-Halle für den SVG. "Ohne derartige Trainingsmöglichkeiten müssen wir in eben viel kleinere Brötchen als bisher backen", blickte SVG-Vorstand Roland Wendel skeptisch in die Zukunft.

Immerhin hat Kerstin Vogel den Schwimmverein nicht nur auf Landes- oder deutscher Ebene vertreten, sondern startete erfolgreich im Weltcup und glänzte mit einem vierten Platz bei den Kurzbahn-Europameisterschaften 2003 in Dublin über ihre Spezialstrecke 50m Brust. In diversen Fernsehübertragungen wurde dabei immer wieder Gmünd und der Schwimmverein erwähnt. "Im Moment sieht es nicht danach aus, dass sich dies so schnell wiederholen wird", meinte Roland Wendel.

"Rückblickend kann man sagen, es war eine sensationelle Leistung, was Kerstin Vogel beim SVG abgeliefert hat", lobte Steffen Kregler aber auch Trainer Hartmut Blumen. Ihm gelang es innerhalb von nur drei Monaten seinen Schützling in die europäische, ja in die Weltspitze zu katapultieren. Auch er nahm den Entschluß von Kerstin Vogel mit einem lachenden und einem weinenden Auge zur Kenntnis. "Natürlich wäre es mir lieber gewesen, sie hätte ihre schwimmerische Karriere fortgesetzt, aber die Berufsausbildung hat eindeutig Vorrang. Vom Schwimmen alleine kann sie nicht leben", stellte er fest.

"Ich werde Gmünd sicher nicht vergessen, es war eine tolle Zeit hier und ihc hatte sportlichen Erfolg", zog Kerstin Vogel ihr Fazit. Zahlreiche Vereinsrekorde und auch Landesrekorde markierten ihren Weg zusammen mit noch mehr Titeln, auf Bezirks- oder Baden-Württembergischer Ebene und darüber hinaus. "Ihre Vereinsrekordmarken werden wohl lange Bestand haben" vermutete Steffen Kregler. Zumindest zu den Deutschen Mannschafts-Meisterschaften im Herbst in der Oberliga Baden-Württemberg will sie noch einmal für den SVG ins Wasser springen. "Das ist versprochen", meinte sie bei ihrer Verabschiedung. Neben einem Geschenk des Vereins gab es aus den Händen von Mannschaftsprecher Manuel Seifert auch ein Präsent ihrer Teamkollgen.


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