Der Gmünder Schwimmverein hofft nach wie vor auf eine 50-Meter-Bahn für seine Mitglieder. Mittel aus dem Konjunkturprogramm gibt es dafür nicht, darüber informierte die Stadtverwaltung den Vorsitzenden des Schwimmvereins, Roland Wendel. Inzwischen fanden erste Gespräche mit dem designierten Oberbürgermeister Richard Arnold statt.
„Wir werden leistungsmäßig abgehängt“, befürchtet Roland Wendel. Neckarsulm nimmt jetzt eine 50-Meter-Bahn in Betrieb. Von solchen Trainingsmöglichkeiten könne man hier nur träumen. Bis jetzt konnte keiner der Vorschläge aus dem Schwimmverein realisiert werden. Dazu zählten eine Überbauung des Bettringer Freibads, eine Traglufthalle über dem Sportbecken im Schießtal, ein Anbau an die Sporthalle im Unipark oder ein Anbau an das bestehende Hallenbad in der Goethestraße. Wenngleich diese Maßnahmen nach Ansicht Wendels die Vorgaben des Konjunkturprogramms erfüllt hätten, Sportstätten zu erhalten und zu verbessern, gab es kein grünes Licht für Gmünd. Inzwischen führte Roland Wendel aber Gespräche mit Richard Arnold, der zunächst einmal die Möglichkeiten ausloten möchte. Aus energetischen Erwägungen hält Arnold eine Traglufthalle im Schießtal für problematisch. „Ich möchte Partner des Sports sein“, so Arnold. Man müsse jetzt gemeinsam an den Zielen arbeiten. Aber: bei abnehmender Finanzkraft könne man nicht alles auf einmal schultern. In Sachen Schwimmverein regt der künftige Oberbürgermeister an, die neue „Stiftung Schwimmen lernen“ dem Sozialministerium zu erläutern und auf diesem Weg europäische Fördermittel anzuzapfen. Möglichst rasch nach seinem Amtsantritt soll es Gespräche mit dem Schwimmverein und dem Sport insgesamt geben. Schon seit 1. April nutzt der Schwimmverein regelmäßig die Schwimmhalle im ehemaligen Aufbaugymnasium an der Herlikofer Straße. Auf Vermittlung von Dr. Stefan Scheffold überlässt das Land als Eigentümer der Immobilie die Räume dem Schwimmverein. Dort finden Schwimmkurse statt. „Auf diesem Weg entlasten wir das Hallenbad in der Goethestraße, können dort mehr für den Leistungssport tun“, sagt Roland Wendel. Er ist jetzt dabei, für die Nachwuchsarbeit zusätzliche Übungsleiter zu suchen.