Staffel mit deutschem Rekord - 41. Deutsche Senioren-Meisterschaften in Magdeburg: Gmünder landen auf Spitzenplätzen

Mit Medaillen und zahlreichen guten Platzierungen im Gepäck kehrte der Schwimmverein Schwäbisch Gmünd von den 41. Deutsche Senioren-Meisterschaften in Magdeburg zurück.

310 Vereine hatte 3892 Einzel- und 549 Staffelmeldungen für die Titelkämpfen auf der 50m-Bahn in der „Elbeschwimmhalle“ in Magdeburg abgegeben, die zudem mit drei Welt-, 14 Europa und 64 Altersklassenrekorden für den Bereich des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) für ein Rekordfestival noch nie erreichten Ausmaßes sorgten. Mitten drin der SV Gmünd, der vor allem in zwei Staffelrennen über 4x50m glänzte und sich über Freistil und Lagen in der AK 240-279 mit neuem deutschem Rekord jeweils den Titel holte. Dazu kamen zwei Vizemeisterschaften, sechs dritte und sechs vierte Ränge für das neunköpfige SVG-Aufgebot, das sich samt und sonders auf Spitzenplätzen landete.Die beiden Staffelentscheidungen waren nichts für schwache Nerven. Am Ende hatte Gmünd nur wenige Zentimeter und Hundertstelsekunden Vorsprung vor dem alten Kontrahenten der SG Stadtwerke München. Zunächst standen die 4x50m Freistil auf dem Programm. Nach Gerhard Büttner, Siegfried Wendel und Roland Aubele sprang Roland Wendel als Schlussmann mit einem Rückstand von gut drei Metern ins Wasser. Bereits auf der Hälfte der Bahn hatte der SVG-Vorsitzende zum Münchner Team aufgeschlossen. Die zweiten 25m wurden zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen, bei dem die Gmünder nach 1:54,51 Minuten ein „goldenes Händchen“ hatten. Zugleich verbesserte Gmünd den deutschen Rekord für diese Altersklasse und verteidigten den Vorjahrestitel aus Sindelfingen erfolgreich.

Über 4x50m Lagen ging es ähnlich spannend zu und nach dem Einsatz von Gerhard Büttner (über Rücken), Roland Aubele (Brust), Siegfried Wendel (Schmetterling) war es erneut an Roland Wendel (Kraul) den Sieg unter Dach und Fach zu bringen. Wieder gab es ein Herzschlagfinale gegen das Quartett aus der bayerischen Landeshauptstadt. Und erneut hatten die Gmünder nach 2:12,56 Minuten den besseren Anschlag. Eine Zeit, die auch wiederum einen deutschen Rekord bedeutete. Wie stark der Schwimmverein zur Zeit gerade in diesen Altersklassen ist, zeigt auch, dass man erstmals eine zweite Mannschaft stellen konnte, die mit Wolfgang Patzke, Manfred Bihr, Hermnann Winkler und Werner Siegle über 4x50m Freistil nach 2:10,78 Minuten Rang fünf belegte.
In den Einzelrennen konnte Roland Wendel in der der AK 50 seinen Vorjahrestitel über 50m Freistil nicht verteidigen, Er landete knapp geschlagen nach 26,41 Sekunden auf dem dritten Rang – mit 24 Hundertstelsekunden Rückstand zum Sieger und „ewigen Rivalen“ Peter Nocke (SC Wasserfreunde Wuppertal). Dafür gab es für den SVG-Chef mit 59,42 Sekunden eine nicht unbedingt erwartete Vizemeisterschaft. Ebenfalls nicht seine beiden Siege vom Vorjahr wiederholen konnte Gerhard Büttner in der AK 55. In beiden Fällen landete er über 50m (34,08 Sekunden) und 100m Rücken (1:16,18 Minuten) auf dem dritten Rang. Eine starke Leistung bot in der AK 65 Siegfried Wendel, der mit einer Vizemeisterschaft über 200m Freistil in 2:39,94 Minuten in die Titelkämpfe startete. Es folgte ein dritter Rang über 100m Freistil in 1:10,88 Minuten und Platz vier über 50m Freistil in 30,80 Minuten. In beiden Rennen duellierte er sich mit Roland Aubele. Der stellvertretende SVG-Vorsitzende schlug über 50m Freistil in 30,38 Sekunden als Dritter an und wurde über die doppelt so lange Distanz mit 1:11,89 Minuten Vierter. In der gleichen Altersklasse wurde Hermann Winkler über 50m Schmetterling mit 37,40 Sekunden Vierter und belegte über 50m Freistil Rang neun (33,20 Sekunden).
In der AK 60 schwamm Werner Siegle mit 1:20,98 Minuten über 100m Rücken auf den dritten Platz. Dazu kamen für ihn mit 3:02,34 Minuten Rang vier über 200m Lagen und mit 36,89 Sekunden ein sechster Platz über 50m Rücken. Wolfgang Patzke belegte in dieser Altersklasse mit 2:40,25 Minuten über 200m Freistil Platz vier. Zweimal wurde er mit 1:13,01 Minuten über 100m Freistil und 34,56 Sekunden über 50m Schmetterling Fünfter. Manfred Bihr in der AK 70 belegte über 100m Freistil mit 1:20,06 Minuten den vierten und mit 34,48 Sekunden über 50m Freistil den fünften Rang. Einzige Vertreterin der Gmünder Frauen war in Magdeburg Erika Matussek, die in der AK 45 mit 40,47 Sekunden über 50m und 1:29,85 Minuten über 100m Brust zweimal Rang acht belegte.