Während Deutschlands TopSchwimmer bei den Weltmeisterschaften in Rom zu Medaillen und Rekorden schwammen, wurde die Geduld von Kerstin Vogel auf eine harte Probe gestellt. Am Ende erreichte sie den elften Platz.
Bei ihrem Debut bei ganz großen Titelkämpfen musste die angehende Sportwissenschaftlerin lange warten, ehe sie zu ihrem Rennen auf den Startblock klettern durfte. Erst als der Großteil der Mannschaft seine Einsätze bereits hinter sich hatte, wurde es für das ehemalige Mitglied des Schwimmvereins Schwäbisch Gmünd im „Foro Italico“ ernst. Wie ein „wild gewordenes Rennpferd“ (so ihre eigene Einschätzung) absolvierte sie am Samstag ihren Vorlauf über 50 m Brust – und war nach 30,77 Sekunden im Ziel. Neben einen ausgezeichneten sechsten Platz in der Qualifikation hatte sie auch den deutschen Rekord der Heidelbergerin Janne Schäfer um zwölf Hundertstelsekunden unterboten.Im abendlichen Halbfinale lag Kerstin Vogel lange Zeit in aussichtsreicher Position, hatte dann aber einen völlig verkorksten Anschlag. „Ich kam einfach nicht richtig an die Wand, machte noch einen Zug und der war aber zu viel“, haderte sie danach. Statt einen Platz im Finale gab es nach 31,04 Sekunden Rang elf. Trotzdem war es für die Ex-Gmünderin eine erfolgreiche Saison, die neben dem Titel bei den deutschen Meisterschaften auch einen Start bei den Studenten-Weltmeisterschaften einbrachte.