Neue Zeitrechnung im Freibad - Stadtwerke übergeben Gmünder Schwimmverein eine Uhr für bessere Trainingsmöglichkeiten

Eine neue Stoppuhr haben sie jetzt, an verbesserten Trainingsmöglichkeiten fehlt es aber noch immer: Der Vorsitzende des Gmünder Schwimmvereins, Roland Wendel, erhielt am Donnerstag von Stadtwerke-Chef Rainer Steffens eine neue Trainingsuhr – für die Schwimmer des Vereins, aber auch für sonstige Besucher des Bades im Schießtal.

Das Besondere an dieser Uhr: Sie habe nur Sekunden- und Minutenzeiger, da die Schwimmer keine Stundenangaben bräuchten, sagt Wendel, fragt aber dennoch SVG-Trainer Martin Rademacher, wieviele Kilometer die Gmünder Leistungsschwimmer in einer Stunde denn schaffen würden. Die Antwort: „So an die vier, fünf Kilometer.“
Finanziert haben die Trainingsuhr die Gmünder Stadtwerke. „Ich bekam eine Anfrage von Herrn Wendel, ob die Stadtwerke bereit wären, dem Schwimmverein eine neue Trainingsuhr zu sponsern“, sagt Stadtwerke-Chef Steffens. Bei der neuen Uhr handelt es sich um einen 1200 Euro teuren Zeitmesser. Manfred Schulze weiß noch etwas genauer Bescheid. „Die Uhr besitzt ein spezielles und empfindliches Laufwerk und wird von Babyzellen angetrieben“, so Schulze. Mit diesem speziellen Uhrlaufwerk könnten die Zeiten gut genommen werden. Damit diese kostspielige Uhr nicht abhanden kommt oder Opfer von Randalierern wird, wurde die Uhr in einen Metallkasten gehängt, der zusätzlich mit einem Schloss versehen wurde, um die Uhr besser zu schützen. Dies sei eine Vorsichtsmaßnahme, „da die alte Uhr das Opfer von ein paar Chaoten wurde“, sagt Wendel. Der Schwimmverein ist damit einen Schritt weiter. Einen kleinen aber nur. Denn noch immer fehlt es den Gmünder Schwimmern an optimalen Trainingsmöglichkeiten. Oder zumindest einmal an einer Entscheidung für bessere Trainingsbedingungen. Dafür brauchen sie eine 50-Meter-Bahn. Aus der ist bekanntlich mit einem Sportleistungszentrum auf dem Hardt, mit dem Bettringer Freibad und jetzt in der neuen Sporthalle im Unipark nichts geworden. Im Gespräch ist seit einiger Zeit eine Traglufthalle am Sportbecken im Schießtal. Darauf setzen die Schwimmer aktuell. „Wir werden leistungsmäßig abgehängt“, sagte Wendel unlängst im GT-Gespräch, da beispielsweise Neckarsulm vor kurzem erst eine 50-Meter-Bahn in Betrieb nahm. Wendel hat deshalb schon vor dessen Amtseinführung ein ein Gespräch mit Oberbürgermeister Richard Arnold geführt. Dieser hielt im OB-Wahlkampf eine Traglufthalle im Schießtal „energetisch für Nonsens“, nannte als Perspektive jedoch das Potenzial, das das Schießtal eventuell mit einem neuen Hallenbad habe. Innerhalb von fünf Jahren wollte Arnold über einen Hallenbadneubau nachdenken.