Einen grandiosen Auftakt feierten das Team des Schwimmvereins Schwäbisch Gmümd bei den 12. Senioren-Europameisterschaften, die in dieser Woche in Cadiz im Süden Spaniens ausgetragen werden. Gleich beim ersten großen Auftritt gab es für das SVG-Quartett über 4x50m Freistil in der AK 240-279 am Mittwochabend die erhoffte Medaille. Mit Gold strahlte die in einem besonderen Glanz.
Mit 1:53,61 Minuten hielt das Gmünder Quartett nicht nur die erwartete Konkurrenz von CN Marseille aus Frankreich (1:54,74) und die SG Stadtwerke München (1:55,61) in Schach, sondern verbesserte zudem den eigenen deutschen Rekord um genau neun Zehntelsekunden. Zugleich war es für die Gmünder der erste Titel überhaupt in einer Staffel bei Europameisterschaften. Das bislang beste Resultat gab es 1993 mit einem dritten Platz bei den damaligen Titelkämpfen in Sindelfingen. Startmann Gerhard Büttner kam nach 29,82 Sekunden zum ersten Wechsel und wurde von Siegfried Wendel abgelöst, der 29,73 Sekunden bot. Als Dritter ging Roland Aubele ins Wasser, der starke 28,79 Sekunden bot, ehe SVG-Vorstand Roland Wendel mit ebenfalls starken 25,27 Sekunden den Schlußpunkt setzte.
Doch dann begann für die vier Gmünder erst einmal das große Zittern. Da man bei der Meldung keine Meldezeit angegeben hatte, musste das SVG-Team laut Reglement im langsamsten Lauf dieser Altersklasse ins Wasser und schwamm nur gegen die Uhr. „Wir haben eben gleich gezeigt, wie stark wir sind und haben damit die anderen Mannschaften zum zittern gebracht“, schmunzelte Roland Aubele nach Glanztat.
Staffel-Triumph gibt Auftrieb
Dieser Triumph gab den Gmünder einen mächtigen Auftrieb. Allen voran Gerhard Büttner, der am Donnerstagmorgen gleich für die nächste Medaille im Team sorgte. Über 50m Rücken belegte er in der AK 55 mit 32,74 Sekunden einen ebenfalls nie erwarteten dritten Platz. „Da ist gleich ein gutes Polster gegenüber der Konkurrenz für unsere Staffel über 4x50m Lagen“, kommentierte Roland Wendel den Erfolg. In dieser Staffel will das SVG-Quartett am Samstag nochmals möglichst weit vorne landen, hat aber auch hier das „Handikap“, dass man im langsamen Lauf vorlegen muss.