Mit Wehmut und Freude zugleich - Gmünder Stadtverband Sport: Wolfgang Patzke verabschiedet sich nach 15 Jahren

Bis auf eine Ausnahme haben sich bei der Hauptversammlung des Stadtverbandes Sport am Mittwoch (wir berichteten bereits) alle Amtsträger wiederwählen lassen. Mit Wolfgang Patzke macht aber der bisherige stellvertretende Vorsitzende nach 15 Jahren in der Vorstandschaft Schluss. Sportbürgermeister Joachim Bläse lobte Patzke als „ein wahres Vorbild, wie man Vereine führt und sich einbringt.“

Bereits vor zwei Jahren kündigte Wolfgang Patzke an, dass er als Stellvertreter von Christian Kemmer beim Stadtverband Sport nicht mehr zur Wahl steht. Davon ließ sich der 63-Jährige bis zur Hauptversammlung vorgestern auch nicht mehr umstimmen. „Wolle ist schon rund 15 Jahre in der Vorstandschaft des Stadtverbandes Sport gewesen und immer der geblieben, wie wir ihn kannten“, sagte der Vorsitzende Kemmer am Mittwochabend im Forum des FC Normannia. „Es werden uns zukünftig einige Dinge fehlen: Seine Fachkompetenz und sein Erfahrungsschatz, seine sachliche, ruhige Art und Weise und sein unermüdlicher Einsatz in allen möglichen Agenda-Konstellationen.“ Ein Dankeschön und ein Abschiedsgeschenk gab es nicht nur vom Stadtverband, sondern auch von Sportbürgermeister Joachim Bläse im Namen der Stadt Schwäbisch Gmünd. „Es hat Spaß gemacht, so einen zu haben. Er war ein wahres Vorbild, wie man Vereine führt und sich einbringt“, würdigte Bläse Patzkes Verdienste für den Stadtverband und vor allem auch für den Gmünder Schwimmverein, den er von 1983 bis 2003 leitete.

Wolfgang Patzke selbst betont, dass es keinen negativen Grund gab, jetzt aufzuhören. „15 Jahre sind einfach genug. Ich gehe einerseits mit Wehmut, aber andererseits auch mit Freude.“ Als größten Erfolg während seiner Amtszeit nennt Patzke den erfolgreichen Kampf um das Sportleistungszentrum im Universitätspark. „Es war ein Kampf, mit dem die ehemaligen Stadtverbandsvorsitzenden Edelbert Krieg und Joachim Bläse angefangen haben, und den wir dann unter Christian Kemmer weitergegangen sind.“
Obwohl Wolfgang Patzke den jetzigen Zeitpunkt für seinen Abschied aus der Vorstandschaft als richtigen empfindet, bedauert er ihn wegen des seit gut einem Jahr verbesserten Verhältnisses zur Stadtverwaltung auch ein wenig. „Bei Joachim Bläse und Oberbürgermeister Richard Arnold finden wir das Gehör, das wir vorher nicht gefunden haben. Die Wege sind jetzt viel kürzer geworden.“
Die Arbeit im Stadtverband Sport habe Patzke vor allem deshalb geschätzt, weil die Vorstandschaft „immer aus einem guten Team bestand und es mit den Vorsitzenden keine Probleme gab. Trotz schwerer Hürden waren wir meist ein lustiger Haufen, der aber die Ernsthaftigkeit bei einzelnen Themen nie verloren hat.“Der Humor war und ist Patzke sehr wichtig, ist er doch selbst nie um einen Witz verlegen. „Wer erzählt uns jetzt nach dem offiziellen Sitzungsende in einer so einzigartigen Weise wie Du so tolle Witze?“ fragte Christian Kemmer bei der Hauptversammlung.

Für Sonderaufgaben
Ganz auf Patzke muss der Stadtverband aber in Zukunft dann doch nicht verzichten, möchte er doch weiterhin - wenn es seine knapp bemessene Zeit als künftiger Pensionär zulässt - für Sonderaufgaben und beratend zur Verfügung stehen.