Freud und Leid lagen beim Trio des Schwimmvereins Schwäbisch Gmünd eng zusammen, das in der vergangenen Woche bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin an den Start ging. An Finalplätze dachte beim SVG niemand. „Aber es war ganz gut, zu sehen, wie die Elite so drauf ist und was wir noch verbessern können“, meinte Trainer Martin Rademacher.
Nicht immer war der Gmünder Trainer zufrieden. Wenngleich er vor allem für Philipp Sobl viel Lob übrig hatte. „Er hat sich gut vorbereitet, und dieses eine Rennen sollte sein Saisonhöhepunkt sein“, meinte Martin Rademacher, während sein Schützling ein breites Grinsen nicht verbergen konnte. Er hatte nur ein Rennen zu absolvieren und wollte über die 200m Schmetterling unbedingt unter 2:10 Minuten bleiben. Was am Ende mit 2:09,37 Minuten auch gelang. In der offenen Klasse bedeutete dies Rang 26.
Schwester Anna Sobl hatte noch einige Strapazen der vergangenen Tage in den Knochen, als sie bereits am Mittwoch zu ihrem ersten Rennen ins Wasser sprang. Am vorvergangenen Wochenende startete sie bei den Deutschen Meisterschaften im Freiwasser über fünf Kilometer in Strausberg in der Nähe von Berlin. Danach reiste sie zurück nach Gmünd, um am Dienstag wieder den Weg in die deutsche Hauptstadt auf sich zu nehmen. „Ich bin schon ein wenig müde“, gestand die 17 Jahre alte Schülerin, als sie zu ihren 400m Freistil ins Wasser sprang. Nach einem eher etwas verhaltenen Rennen auf den ersten 200m lief es für sie auf der zweiten Hälfte weitaus besser. 4:30,65 Minuten waren nahe an der persönlichen Bestzeit und bedeuteten im Jahrgang 1993 Rang elf. Nicht ganz zufrieden zeigte sie sich mit ihrem 16. Rang in ihrer Altersklasse nach 2:10,57 Minuten über 200m Freistil.
Denise Lachnit hadert mit sich
Auch Denise Lachnit haderte mit ihrer Vorstellung bei ihren drei Rennen. Dabei hatte es noch ganz gut für sie begonnen. 1:15,80 Minuten über 100m Brust (Platz 24) und 34,76 Sekunden über die halb so lange Bruststrecke (in 34,76 Sekunden) waren im Rahmen ihrer derzeitigen Möglichkeiten. Zum Abschluss blieb sie aber über 200m Brust mit enttäuschenden 2:48,78 Minuten deutlich hinter ihrer Leistung zurück.
„Manchmal kann man Dinge bei ihr einfach nicht erklären“, schüttelte Martin Rademacher mit dem Kopf und konnte zunächst nicht sagen, was die Ursache war. Bis zum Saisonfinale in zwei Wochen mit den Württembergischen Jahrgangsmeisterschaften im Gmünder Freibad und in Heidenheim will er nun Aufbauarbeit leisten – vor allem bei den Nerven.