Während das dreiköpfige Team des Schwimmvereins Schwäbisch Gmünd bei den diesjährigen Deutschen Meisterschaften in der vergangenen Woche nichts mit den Finals zu tun hatte, konnten immerhin zwei Ex-Gmünder glänzen.
Mit Florian Abele (SV Nikar Heidelberg) und Kerstin Vogel (SG Essen) haben sich bei den Deutschen Meisterschaften der Schwimmer gleich zwei ehemalige Athleten des SV Schwäbisch Gmünd für die Finals qualifiziert. Allerdings gab es auch kein Ticket für die Europameisterschaften in Budapest (4. bis 15. August), auf das zumindest Kerstin Vogel nach ihrer Teilnahme an den Weltmeisterschaften im vergangenen Jahr in Rom spekuliert hatte. Nach einem dritten Platz über 50m Brust in 32,00 Sekunden war dies aber in weite Ferne gerückt. Zumal sie auch die vom Deutschen Schwimm-Verband (DSV) mit 31,52 Sekunden festgelegte Norm verpasst hatte. Im Vorlauf war sie noch 31,67 Sekunden geschwommen, sie hatte sich im Vorfeld des Finals zuversichtlich gezeigt.
Die 100m Brust sahen Kerstin Vogel nach 1:10,26 Minuten als Vierte im Ziel. Mit ihrer Vorlaufzeit von 1:10,11 Minuten hätte sie Rang zwei belegt und wäre vermutlich als Ersatz für die 4x100m-Lagenstaffel mit zur EM gefahren. Dieser Platz ging nun an ihre Teamkollegin bei der SG Essen, Caroline Ruhnau. Einen dritten Einsatz in einem Finale in Berlin hatte Kerstin Vogel mit 26,29 Sekunden über 50m Freistil, mit denen sie Fünfte wurde. Zudem stand sie in der 4x100m-Freistilstaffel der SG Essen (die als überragender Verein der Meisterschaften auf zwölf Titel kamen) und wurde dort Vizemeisterin. Ihre Teilstrecke legte sie in 56,91 Sekunden zurück.
Sehr präzise war Florian Abele, was seine Platzierungen bei drei Finalteilnahmen anging: in allen drei Entscheidungen belegte er Rang fünf. 28,70 Sekunden über 50m Brust, 1:03,13 Minuten über 100m Brust und 2:17,15 Minuten über 200m Brust waren dabei die Leistungen des Gmünders, der mit der Vergabe der EM-Startplätze aber nichts zu tun hatte.
Ob der Chemiestudent seine sportliche Laufbahn weiter in gewohnter Weise fortsetzen wird, will der Ex-Gmünder in den kommenden Wochen entscheiden.
Ebenfalls auf den fünften Rang setzen konnte sich Daniel Seifert mit dem 4x100m-Freistil-Quartett des VfL Sindelfingen. Er trug dabei eine Einzelzeit von 51,66 Sekunden zum Erfolg bei.