Helden des SV Gmünd zurück in der Oberliga - Deutsche Mannschaftsmeisterschaften: Frauen des SVG trotz krankheitsbedingten Ausfällen auf dem dritten Rang

Die „Helden“ waren schlicht einfach müde und platt. Als Roland Wendel, der Vorsitzenden des Schwimmvereins Schwäbisch Gmünd, zu seiner Rede anlässlich einer kleinen Aufstiegsfeier nach Ende des zweiten Durchgangs der Württemberg-Liga bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften in einer Pizzeria nahe dem Hallenbad ansetzte, fielen so manchem Akteur fast die Augen zu.

Noch kurz zuvor war dies etwas anders. Da ging es im Wasser des 25m-Beckens noch um Zeiten und Punkte. Zwar war da der Aufstieg und damit die Rückkehr der Männer in die Oberliga Baden-Württemberg längst beschlossene Sache, doch gekämpft wurde bis zum Schluss.
Bei den Frauen war vor dem ersten Rennen beim SVG-Trainer allerdings ein wenig Improvisationskunst in Sachen Aufstellung gefragt, da das Trio Jäckle/Heindl/Herzer krankheitsbedingt ausfiel. „Aber wir haben das ganz gut hinbekommen“, zog er sein Fazit nach einem aufregenden Nachmittag im Hallenbad. Dort waren der TSV Bad Saulgau (37.200 Punkte) und der SV Cannstatt (36.001 Punkte) alsbald enteilt. Doch es gab noch einen Strohhalm: Sollte der SSV Ulm 1846 oder die SV Region Freiburg den Sprung aus der Oberliga in die Südgruppe der 2. Bundesliga packen, dann hätte der dritte Rang in der Württemberg-Liga noch eine Hintertür geöffnet.

Doch auch die beiden Spitzenteams im Lande wurden von der Krankheitswelle erfasst und mussten ihrerseits die Aufstiegshoffnungen ablegen. So half es den Gmünderinnen auch nicht, dass sie im Fernduell die SV Region Stuttgart mit einem Vorsprung von 108 Zählern in Schach hielt. „Es ist eine junge Mannschaft, die ihre Zukunft noch vor sich hat“, meinte Roland Wendel. Dies gilt aber auch für die Männer, die mit dem fast identischen Abstiegsteam aus dem Vorjahr, sich stark verbessert vorstellen konnte.

DMM Württembergliga Endrunde Männer:

Am Aufstieg gab es schnell keinen Zweifel. Am Ende hatten die Männer des Schwimmvereins Schwäbisch Gmünd nach dem zweiten Durchgang um die Deutschen Mannschaftsmeisterschaften in Württemberg-Liga 38.468 Punkten auf die Habenseite geschaufelt. Bei der Endrunde vor heimischem Publikum im Gmünder Hallenbad brannte in Sachen Aufstieg in die Oberliga Baden-Württemberg einfach nichts mehr an. Gegenüber der Vorrunde vor einer Woche in Stuttgart-Bad Cannstatt konnte die Mannschaft nochmals um 132 Punkte zulegen.

Bester Punktesammler war diesesmal Simon-Harvey Trünkle, der bei den maximal erlaubten Einsätzen auf 3.315 Zähler kam. Er zeigte starke 24,04 Sekunden über 50m und ebenso beeindruckende 52,65 Sekunden über 100m Freistil. Dazu kamen für ihn 25,95 Sekunden über 50m und 59,27 Sekunden über 100m Schmetterling sowie 2:15,19 Minuten über 200m Lagen. Auf 3.150 Punkte brachte es Henning Mühlleitner, der neben guten 4:14,07 Minuten über 400m Freistil, über 100m (1.02,24 Minuten) und 200m Rücken (2:09,34 Minuten) sowie 200m (2:13,23 Minuten) und 400m Lagen (4:51,07 Minuten) im Einsatz war.

Viermal auf den Startblock kletterte Hans-Peter Gratz, der mit 1:58,58 Minuten über 200m Freistil für einen ersten „Knaller“ in Richtung Aufstieg sorgte. Erstmals blieb er hier unter der Zwei-Minuten-Schallmauer über diese Strecke. 54,23 Sekunden über 100m Freistil, 1:11,32 Minuten über 100m Brust und 5:13,63 Minuten über 400m Lagen waren seine weiteren Leistungen. Ein Quintett kam beim SVG dreimal zum Einsatz. Die meisten Punkte gab es dabei für Philipp Sobl, der über die drei Schmetterlingsstrecken 50m (26,08 Sekunden), 100m (58,44 Sekunden) und 200m (2:14,73 Minuten) 1.897 Zähler erhielt. Nur zwei Pünktchen weniger waren es für Per Kleinschmidt über die drei Rückenstrecken der 50m (28,39 Sekunden), 100m (1:00,59 Minuten) und 200m (2:14,82 Minuten) antrat.

1.718 Zähler gingen für 2:02,26 Minuten über 200m, 4:26,09 Minuten über 400m und 17:43,41 Minuten über 1500m Freistil auf das Konto von Niklas Seitler. Vier Punkte weniger sammelte Paul Gratz über die drei Bruststrecken der 50m (32,17 Sekunden), 100m (1:10,19 Mintuen) und 200m (2:38,49 Minuten). Pascal Herklotz kam mit 17:51,98 Minuten über 1500m Freistil, 2.39,20 Minuten über 200m Brust und 2:38,39 Minuten über 200m Schmetterling auf 1.409 Punkte. Zweimal im Einsatz war Daniel Oetzel, der dabei mit 24,98 Sekunden über 50m Freistil und 28,96 Minuten über 50m Rücken 1.221 Punkte erhielt. Vervollständigt wurde das Team von Berkay Alkoyak, der die 50m Brust in 31,51 Sekunden zurück legte und dafür 641 Zähler erhielt.

DMM Würrtembergliga Endrunde Frauen:

Eine gehörigen Dämpfer gab es für die Frauen des Schwimmvereins Schwäbisch Gmünd schon vor dem ersten Rennen. Mit Viana Herzer, Sina Heindl und Lara Jäckle lag ein Trio flach und konnte nicht eingesetzt werden. Stattdessen rückten Isabell Vester, Leonie Zoller und Julia von Abel in die Mannschaft. Als alle Punkte addiert wurden lag, beendete das Team mit 34.726 Zählern die Runde.
Die meisten Zähler beim zweiten Durchgang konnte mit ihren maximal erlaubten fünf Einsätzen erneut Lisa Schulz verbuchen. Sie zeigte gute Leistungen über 50m (34,87 sek), 100m (1:16,51 min) und 200m Brust (2:44,93 min) sowie über 200m (2:29,45 min) Lagen und 400m Lagen (5:17,11 min). Auf 2.850 Punkte brachte es Franziska Vester, die neben vier Freistilstrecken über 100m (1:02,94 min), 200m (2:14,10 Minuten), 400m (4:56,68 min) und 800m (9:51,31 min) noch über 50m Schmetterling (31,89 sek) ins Wasser sprang. Sophia Anderle kam auf 2.838 Punkte, die sie über 50m Freistil (28,79 sek) und 100m Freistil (1:02,67 min) sowie 50m (33,30 Sekunden), 100m (1:10,38 min) und 200m Rücken (2:37,07 min) einfuhr.

Gleich vier Rennen „aufgebrummt“ bekamm Isabell Vester, die mit 29,95 Sekunden über 50m Freistil und 2:28,07 Minuten über 200m Freistil, sowie 32,67 Sekunden über 50m Schmetterling und 1:13,67 Minuten über 100m Schmetterling am Ende auf 1.904 Zähler kam. Für Lea Botsch kam mit 1:17,57 Minuten über 100m Schmetterling und 2:54,26 Minuten über 200m Schmetterling sowie 2:35,94 Minuten über 200m und 5:33,86 Minuten über 400m Lagen auf 1.832 Punkte. Kim-Laura Frey war über die drei Rückenstrecken der 50m (33,09 Sekunden), 100m (1:11,42 min) und 200m (2:35,16 min) im Einsatz und trug 1.666 Punkte bei.

Auf 1.577 Punkte kam Luisa Gerl, die über 50m (36,35 sek), 100m (1:21,06 min) und 200m Brust (2:58,86 min) an den Start ging. Allerdings wurde sie zunächst über die 200m-Distanz disqualifiziert und konnte ein zweites Mal an den Start gehen, da ein sogenanntes „Nachschwimmen“ in diesem Fall erlaubt ist. Leonie Zoller steuerte mit 5:10,59 Minuten über 400m Freistil und 10:30,69 Minuten über 800m Freistil 950 Punkte zum Gesamtergebnis bei. 389 Zähler waren es für Julia von Abel für ihre 2:50,01 Minuten über 200m Schmetterling.

© Gmünder Tagespost 06.02.2013