Nun heißt es warten - Deutsche Mannschaftsmeisterschaften, Oberliga: Forstenhäusler mit Vereinsrekord

Die Schwimmer des SV Schwäbisch Gmünds wussten im Heimwettkampf zu überzeugen und sicherten sich mit 357 Punkten Vorsprung vor der SK Sparte Konstanz den ersten Platz in der Oberliga baden-Württemberg. Ob die Puntzhal für den Sprung in die 2. Bundesliga Süd ausreicht, steht aber noch nicht fest. Maximilian Forstenhäusler (im Bild) gelang dabei ein neuer SVG-Vereinsrekord. (Foto: Laible)

Der SV Gmünd hat seine Aufgabe erfüllt und den letzten Wettkampf im eigenen Hallenbad souverän mit 14 956 Punkten für sich entschieden. Die Entscheidung, ob der SVG in der nächsten Runde in der 2. Bundesliga schwimmt, fällt aber erst in der kommenden Woche. „Auf diese Art von Spannung können wir gerne verzichten“, meint SVG-Vorsitzende Roland Wendel. Hochmotiviert und geradezu „heiß“ war das Männerteam des SV Gmünd, als es am Samstag im Gmünder Hallenbad um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaften ging. Aber offenbar ein wenig zu hochmotiviert. Zumindest was den Beginn der Rennen anging. Denn schon nach den ersten drei Einsätzen, gab es lange Gesichter in den SVG-Reihen. Keinem der drei Topkräfte Henning Mühlleitner, Maximilian Forstenhäusler und Per Kleinschmidt gelang es, sich besonders in Szene zu setzen.

„Es war alles im Rahmen, aber der große Knaller blieb einfach aus“, stellte Patrick Engel fest, dessen Miene sich aber im Verlauf des Wettkampfs aber wieder aufhellte. Am Ende siegte der Schwimmverein deutlich mit 14 956 Punkten und setzte sich damit als Aufsteiger des vergangenen Jahres gleich auf die Spitzenposition. Ob diese Punktzahl aber zum (ersehnten Sprung) in die Südgruppe der 2. Bundesliga ausreicht, muss sich erst noch zeigen. Da die Oberliga Baden-Württemberg mit ihrem Durchgang in Gmünd und Villingen das Rennen im Süden um die zwei Aufstiegsplätze startete und vorlegte, ist man zum Beispiel in Sachsen als einer der Landesverbände im Bereich des Süddeutschen Schwimm-Verbands erst am kommenden Sonntag im Einsatz. „Das müssen wir eben so hinnehmen, aber glücklich ist dies nicht“, kommentierte Roland Wendel die Terminplanung im Süden. „Auf diese Art von Spannung können wir gerne verzichten“, meinte der SVG-Vorsitzende.

Mehrmals schrammten die Henning Mühlleitner und Maximilian Forstenhäusler im Verlaufe ihrer jeweils (und maximal erlaubten) vier Einsätze an Vereinsrekorden des Schwimmvereins vorbei. Nur einmal gelang es einen zu knacken. Maximililan Forstenhäusler blieb mit 2:06,07 Minuten über 200m Lagen um 42 Hundertstelsekunden unter der bisherigen Marke, die Andreas Seitz vor fast genau einem Dutzend an Jahren ebenfalls in Gmünd aufgestellt hatte. Zudem war Maximilian Forstenhäusler über 100m Brust (1:07,14 Minuten), 200m Schmetterling (2:09,36 Minuten) und 400m Lagen (4:32,25 Minuten) im Einsatz und kam damit auf 2472 Zähler.

Bester Punktesammler war erwartungsgemäß Henning Mühleitner, der es auf 2655 Zähler brachte. Gleich zum Auftakt war er der erste Gmünder im Wasser und verfehlte aber mit 1:52,90 Minuten über 200m Freistil sein Ziel unter 1:50 Minuten zu bleiben klar. Dafür sorgte er mit seinen 3:56,85 Minuten über 400m Freistil für die beste Leistung im SVG-Team. Außerdem war er über 100m (57,07 Sekunden) und 200m Rücken (2.04,26 Minuten) im Einsatz.

Mit fast 25 Jahren gehörte Simon-Harvey Trünkle aber zu einem Aktivposten in der Mannschaft. Er konnte sich dabei über 1759 Punkte für 23,74 Sekunden über 50 und 53,59 Sekunden über 100m Freistil sowie 59,39 Sekunden über 100m Schmetterling freuen. „Er war richtig gut“, gab es auch Lob von Patrick Engel. Auf 1696 Punkte kam Hans-Peter Gratz, der über 100m (54,16 Sekunden), 200m (2:00,94 Minuten) und 400m Freistil (4:16,02 Minuten) ins Wasser sprang. Per Kleinschmidt kam auf 1652 Punkte und hatte die 100m (58,51 Sekunden) und 200m Rücken (2:09.58 Minuten) sowie die 200m Lagen (2:16,49 Minuten) zu schwimmen.

Ebenfalls dreimal auf den Startblock kletterte Eric Wendel, der dabei über 1500m Freistil ein famoses Rennen ablieferte und seinen persönlichen Hausrekord um eine runde halbe Minute auf 16:26,22 Minuten steigerte. Dazu kamen 2:42,59 Minuten über 200m Brust und 4:53,46 Minuten über 400m Lagen. Zusammen ergab dies 1.566 Punkte.
Kevin Liedle legte die 1500m Freistil in 17:21,06 Minuten und die 200m Schmetterling in 2:017,93 Minuten zurück. Dafür wurden seiner Mannschaft 1039 gut geschrieben. 944 gab es für Pascal Herklotz, der die 100m (1:10,47 Minuten) und die 200m Brust (2:37,04 Minuten) zu absolvieren hatte.

Je einmal am Start waren Daniel Oetzel und der ebenfalls bald 25 Jahre alte „Altmeister“ Philipp Sobl, der für seine 100m Schmetterling in guten 58,19 Sekunden 578 Punkte erhielt. Für die 24,13 Sekunden von Daniel Oetzel über 50m Freistil gab es 595 Zähler.
Bei den Frauen, die zeitgleich im Gmünder Hallenbad schwammen, holte sich der SV Cannstatt mit 15 634 Punkten Sieg und Titel, die erst im Vorjahr zusammen mit den SVG-Männer aus der Württemberg-Liga in die Oberliga aufgestiegen waren. Dreimal im Einsatz bei der Mannschaft aus der Landeshauptstadt war auch die Ex-Gmünderin Christina Rollny, die mit 9:28,60 Minuten über 800m Freistil sowie 1:04,82 Minuten über 100m und guten 2:20,38 Minuten über 200m Rücken 1.849 Punkte zum ersten Platz besteuern konnte.

Der Endstand in der Oberliga Baden-Württemberg:

Männer: 1. SV Schwäbisch Gmünd (14 956 Punkte); 2. SK Sparta Konstanz (14 599); 3. SV Mannheim (13 891); 4. TSV Bad Saulgau (13 369); 5. SG Schwarzwald-Baar-Heuberg (13 342); 6. VfL Sindelfingen II (13 001); 7. SG Region Karlsruhe (12 763); 8. SG Regio Freiburg II (12 759); 9. VfL Waiblingen (12 288 / Absteiger); 10. Wasserfreunde Leonberg (12 235 / Absteiger).
Frauen: 1. SV Cannstatt (15 634 Punkte); 2. SG Regio Freiburg (14 807); 3. SSV Ulm 1846 (14 005); 4. SV Mannheim (13 959); 5. VfL Sindelfingen (13 243); 6. TSV Bad Saulgau (13 061); 7. SC Villingen (12 921); 8. SK Sparta Konstanz (12 509); 9. VfL Waiblingen (11 534 / Absteiger); 10. TSV Schmiden (11 256 / Absteiger).

© Gmünder Tagespost 02.02.2014