Fernduell entscheidet über Aufstieg - Zwei Teams des Schwimmverein Gmünd in guter Position

Nach den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften sieht es für die Herren des SV Schwäbisch Gmünd gut aus in Sachen Aufstieg zur Südgruppe der 2. Bundesliga. Die Frauen setzten derweil in der Württemberg-Liga zum Sprung, und damit zur Rückkehr, in die Oberliga Baden-Württemberg an. Noch liegen aber nicht alle Ergebnisse aus den Landesverbänden des Süddeutschen Schwimm-Verbands (SSV) vor. So schwimmt man zum Beispiel in Sachsen erst am Sonntag. Doch die bereits vorliegenden Resultate ließen beim SVG Jubel aufkommen. Bislang weist nur das Team des OSC Offenbach mit 15279 Punkten mehr Zähler auf, als der SVG mit 14956.

Zudem dürften nach Lage der Dinge und einem Doppelaufstieg des SV Nikar Heidelberg (17582 Punkte) und dem VfL Sindelfingen (16904 Punkte) von der zweiten in die erste Liga gar ein drittes Team in den Genuss des Aufstiegs kommen. „Das kostete zwar Nerven, aber jetzt sehen wir dies alles optimistisch“, meinte Trainer Patrick Engel. Im Vorjahr hatten noch elf Vereine mehr Punkte gesammelt als der SVG, der da aus der Württemberg-Liga eine Klasse höher kletterte. Doch gerade diese Vereine, die da noch vor den Gmünder lagen, hatten in diesem Jahr einen enormen Rückgang ihrer Punktzahlen zu verzeichnen.

Allerdings will man beim SVG aber die Augen vor der Realität nicht verschließen. „Mit unserer diesjährigen Punktzahl könnten wir in der zweiten Liga nicht bestehen“, stellte der Patrick Engel beim Studium der Ergebnislisten fest. „Wollen wir uns dauerhaft dort festsetzen, müssen wir uns noch weiter steigern“, fordert er. Sonst würde bereits im kommenden Jahr wieder der Abstieg aus der zweiten Liga drohen. Auf der anderen Seite muss man beim Schwimmverein auch damit rechnen, dass Henning Mühlleitner nicht auf Dauer gebunden werden kann. Sollte seine schwimmerische Entwicklung so weiter gehen, wie im vergangenen Jahr, wird es wohl bald „Begehrlichkeiten“ seitens der SSG Saar Max Ritter geben, bei der er seit August trainiert. Wenngleich es Signale aus Saarbrücken gibt, die von einem Wechsel nichts wissen wollen. Vielmehr verlautet von dort, dass er „so lange wie möglich für Gmünd schwimmen soll“.

Eigentlich ein „Luxusproblem“, dass die SVG-Frauen nicht kennen. Vielmehr fehlen der Mannschaft eine oder zwei Schwimmerinnen, die überdurchschnittlich Punkte sammeln könnten. „Im Moment tun wir uns bei den Frauen schwer“, gibt Patrick Engel auch zu. Doch es gibt auch Hoffnung für das Team. Zumindest was einen Aufstieg in die Oberliga Baden-Württemberg angeht. Da der SV Cannstatt vor dem Sprung in die zweite Liga steht und das Aufsteigerfeld mit seinen 15634 Punkten gar anführt, wird in der Oberliga ein dritter Platz frei. Und auf dem liegen im Fernduell der Württemberg-Liga und der Baden-Liga die Frauen des Schwimmvereins mit ihren 13025 Zählern. Zudem eine Punktzahl, die bei der diesjährigen Austragung in der Oberliga Platz sieben und damit den Klassenerhalt bedeutet hätte. Der SVG musste vor zwei Jahren den Weg in die Württemberg-Liga antreten, als es wegen zu vieler Absteiger in den oberen Ligen gleich vier Mannschaften traf. In diesem Jahr gibt es offenbar als „ausgleichende Gerechtigkeit“ den umgekehrten Weg.

© Gmünder Tagespost 03.02.2014