An diesem Freitag beginnt für den Gmünder Schwimmverein die Saison im Bud-Spencer-Bad. Es ist Anschwimmen. Damit entspannt sich die Trainingssituation. Roland Wendel, der SVG-Vorsitzende, hofft auf dauerhafte Entspannung. Unter günstigen Umständen könnte ab Oktober eine Traglufthalle aufgebaut werden. Die Bäderbetriebe GmbH haben die Firma Sport Concept aus Stuttgart – das Unternehmen hat die neue Sporthalle Heubach gebaut – mit einer Kostenberechnung beauftragt. Vom Ergebnis fühlt sich Roland Wendel bestätigt. „Die Investitionskosten liegen nicht höher als von uns berechnet.“ Schon 2013 hat der Schwimmverein eine Summe von 400 000 Euro für den Bau ermittelt. 200 000 Euro will der Verein selbst aufbringen, auch durch Spenden. Im Oktober gab es für diesen Zweck 40 000 Euro aus der Porsche-Sportförderung. „Bei den Unterhaltskosten liegen wir sogar niedriger als von uns angenommen“, sagt Wendel weiter.
Rainer Steffens, Stadtwerke-Geschäftsführer, nennt 100 000 bis 150 000 Euro Betriebskosten im Jahr. Die Summe könne natürlich nicht aus dem Etat der Bäderbetriebe GmbH kommen. Die Bäderbetriebe erfüllten nur die Aufgaben der Allgemeinheit, nicht die für einzelne Interessen. Steffens erwartet in diesem Zusammenhang eine Finanzierungsbeteiligung durch den Schwimmverein und die Stadt Schwäbisch Gmünd.
Bislang gibt es zwei Nutzungsversionen:
- Im einen Fall wäre die Traglufthalle im Winter ausschließlich für den Schwimmverein zugänglich. Dann, so Steffens, könnte man die Investition niedriger halten, müsste weniger Aufwand für Umkleideräume betreiben.
- Die zweite Möglichkeit, neben dem Schwimmverein auch Schulschwimmen zu ermöglichen, würde eine größere Investition bedeuten, weil getrennte Umkleiden erforderlich wären, die über einen Wärmebereich zu erreichen sind.
Der Aufsichtsrat der Stadtwerke hat für die weitere Planung einen Arbeitskreis angeregt, dem Klaus Arnholdt, Leiter des Gmünder Amts für Bildung und Sport, vorsteht. Dort können sich die Vertreter von Verwaltung, Schwimmverein und Schulen treffen und ihre Vorschläge abstimmen. Stadtwerke-Chef Rainer Steffens erwartet aber eine rasche Klärung. Er möchte in der Aufsichtsratssitzung im Juli „einen Knopf dran machen“, eine Entscheidung für oder gegen eine Traglufthalle fällen.
© Gmünder Tagespost 02.04.2014
