Archiv 2014

Gmünd will Klarheit zu Bädern - Gemeinderat wird wohl nicht separat über Zuschuss für Traglufthalle des Schwimmvereins entscheiden

Startet Gmünd zu einem Gesamtkonzept für die städtischen Bäder? Der Zuschussantrag des Schwimmvereins für eine Traglufthalle hat die Grundsatzdiskussion in Gang gebracht. (Foto: Tom)

Der Gemeinderat wird aller Voraussicht nach nicht separat über einen Zuschuss für Bau und Betrieb einer Traglufthalle, die der Schwimmverein im Bud-Spencer-Bad aufstellen würde, entscheiden. Das zeichnete sich im Verwaltungsausschuss am Mittwoch ab. Vielmehr soll im Sommer generell über die Gmünder Bäderlandschaft entschieden werden.

Viele Vertreter des Gmünder Schimmvereins waren in den Zuhörerreihen, als der zuständige Gemeinderatsausschuss darüber beriet, wie der Verein zu mehr Trainingsmöglichkeiten kommen könnte. Der Vorschlag des SV war: Er würde eine Traglufthalle über dem Schwimmbecken des Bud-Spencer-Bads aufstellen, um das Becken auch im Winter nutzen zu können. Vertreter aller Fraktionen unterstrichen die Verdienste des Schwimmvereins auch um den Breitensport bis hin zu Nichtschwimmern. Das betonte auch Bürgermeister Dr. Joachim Bläse. Dennoch schlug er vor, statt über Zuschüsse für die Traglufthalle zu entscheiden, solle die Stadt die ohnehin fällige Überlegung vorantreiben, welche Bäder Gmünd künftig wo anbieten möchte. Grund dafür ist vor allem das marode Hallenbad. Sollte der Gemeinderat zu dem Schluss kommen, dass es zum Beispiel sinnvoller ist, das Hallenbad mit dem Bud-Spencer-Bad im Schießtal zu kombinieren, wäre das Geld dafür besser investiert als für die Traglufthalle. Deshalb der Vorschlag der Stadtverwaltung, dem der Gemeinderat voraussichtlich folgen wird: Die Entscheidung über die Bezuschussung der Traglufthalle wird bis Mitte nächsten Jahres aufgeschoben und dann mit einem Beschluss über ein Gesamtkonzept für die Gmünder Bäderlandschaft verbunden.

Der Vorstoß des Schwimmvereins hat zumindest den Handlungsbedarf in Sachen Bäder erneut deutlich gemacht, das lobten Sprecher aller Fraktionen. Am Zuschussantrag des Schwimmvereins schreckten sie vor allem die Betriebskosten, zu denen die Stadt wohl jährlich mindestens 150 000 Euro zuschießen müsste, ab.
CDU-Vertreter Celestino Piazza begrüßte den Vorschlag, über ein Gesamtkonzept für die Bäder zu entscheiden. Das solle dann aber ohne eine Zwischenlösung, die erneut Geld kosten würde, umgesetzt werden. Gmünd müsse in Sachen Bäder „konkurrenzfähig bleiben“.

Auch Wolfgang Greil von der SPD lobte den Einsatz und die Verdienste des Schwimmvereins. Dennoch sei zu hinterfragen, ob der Verein nicht manche Zahlen für die Traglufthalle zu optimistisch kalkuliert habe Vor allem der städtische Betriebskostenzuschuss wäre eine erhebliche Förderung für einen einzelnen Verein. Stattdessen sei es richtig, ein Gesamtkonzept zu finden. Insbesondere müsse das Thema „Kombi-Bad“ näher untersucht werden.

Auch die Grünen werden dem Vorschlag, im Sommer 2015 insgesamt zu entscheiden, wohl mehrheitlich zustimmen. Es sei höchste Zeit für einen Grundsatzbeschluss zu den Bädern, meinte Elmar Hägele. Die Stadt habe zu lange nicht gehandelt. Eine Kombination im Schießtal könnte sinnvoll sein.

Konrad Widmann (FW/FDP) schreckte ebenfalls vor allem vor den Betriebskosten einer Traglufthalle zurück. Zudem würde eine solche Halle über dem Schwimmbecken des Freibads Nichtschwimmern nicht helfen. Ganz ähnliche Bedenken nannte FWF-Sprecherin Karin Rauscher. Vor einer Entscheidung über ein Gesamtkonzept müsse allerdings genau untersucht werden, welche Personen die Gmünder Bäder nutzen. Die Linken, so ihr Sprecher Sebastian Fritz, sähen eine Traglufthalle ebenfalls nicht als dauerhafte Lösung an. „Wir brauchen ein Gesamtkonzept.“

© Gmünder Tagespost 12.11.2014 21:55:46


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