Archiv 2014

Eine gute Generalprobe - Deutsche Mannschafts-Meisterschaften der Jugend in Essen

Der Ausfall von Henning Mühlleitner hat das A-Jugend-Team des SV Gmünd beim Endkampf um die Deutschen Mannschaftsmeisterschaften der Jugend in Essen am Ende 36,05 Sekunden gekostet. Damit war auch klar, dass man auf der 25m-Bahn mit einer Gesamtzeit von 20:58,71 Minuten für die fünf 4x100m-Staffeln über Freistil, Rücken, Brust, Schmetterling und Lagen im Jahrgang 1997/98 nicht über Rang sechs unter den sechs aus dem ganzen Bundesgebiet qualifizierten Mannschaften hinaus kommen konnte. „Sein Fehlen hat uns natürlich sehr weh getan“, meinte SVG-Trainer Patrick Engel, der aber ansonsten mit der Vorstellung von Maximilian Forstenhäusler, Per Kleinschmidt, Marvin Broer, Julian Morassi und Luis Anderle zufrieden war, die sich als einziges Team aus dem Südwesten für das Bundesfinale hatten qualifizieren können. Vor allem für die Neuzugänge Marvin Broer und Julian Morassi, aber auch Luis Anderle kamen zunächst aus dem Staunen kaum heraus. „Das war ein großes Erlebnis für sie“, meinte Patrick Engel angesichts der Kulisse und dem großen Anhang anderer Mannschaften im Essener Hauptbad. „Irgendwie kamen wir uns aber auch ein wenig als ein kleines, verlorenes Häuflein vor“, stellte der SVG-Trainer fest. Angesichts des Fehlens von Henning Mühlleitner war aber bereits die Qualifikation für das Bundesfinale ein Erfolg. Zumal damit erstmals seit 29 Jahren eine Gmünder Mannschaft bei den nationalen Titelkämpfen in diesem Wettbewerb mit am Start war.

Ein Podestplatz war unmöglich

Aber selbst mit dem Einsatz von Henning Mühlleitner (der sich derzeit mit seiner Trainingsgruppe aus Saarbrücken bei einem Lehrgang auf Fuerteventura aufhält) wäre der Sprung auf einen Podestplatz für den Schwimmverein kaum möglich gewesen. „Wir hätten uns enorm steigern müssen und das wäre beim besten Willen nicht möglich gewesen“, so Engel. Der dritte Platz ging an die Wasserfreunde Spandau 04, die mit einer Gesamtzeit von 19:58,96 Minuten um 23,70 Sekunden schneller waren als die Gmünder bei der Qualifikation vor vier Wochen. Den Titel holte sich mit einer Gesamtzeit von 19:18,47 Minuten das Gastgeberteam der SG Essen (19:18,47 Minuten) vor dem SC Wiesbaden (19:30,63 Minuten). Vierter wurde die SG Rheinhessen-Mainz (20:03,08 Minuten) vor den Wasserfreunden 98 Hannover (20:23,20 Minuten). Damit konnten sich alle vor dem Schwimmverein liegenden Mannschaften gegenüber ihrer Qualifikation verbessern. Zudem hatten die Gmünder noch ein wenig Pech. Über Brust wurde das Team zunächst wegen einer (angeblichen) Regelwidrigkeit von Per Kleinschmidt disqualifiziert, ehe man beim Nachschwimmen in 4:58,43 Minuten im Ziel war. Aber allein in dieser Staffel büßte man 11,89 Sekunden gegenüber dem Landesfinale ein, was fast schon die „halbe Miete“ bei den Zeitverlusten war. Begonnen hatten die Gmünder mit 3:37,78 Minuten über Freistil, bei denen Maximilian Forstenhäusler mit 51,36 Sekunden als Startschwimmer überzeugen konnte. Mit 4:08,91 Minuten konnte über Rücken der Vereinsrekord von vor vier Wochen (3:58,43) nie gefährdet werden. Per Kleinschmidt schrammte als Startmann in 1:00,31 Sekunden knapp an Minutengrenze vorbei. Auch über Schmetterling war in 4:05,76 Minuten die SVG-Bestmarke von 4:00,35 Minuten nicht in Gefahr. Dabei verfehlte Forstenhäusler in 56,83 Sekunden den Vereinsrekord über 100m Schmetterling nur knapp. Blieb noch das Lagenrennen, bei dem der SVG nach 4:07,83 Minuten im Ziel waren und Kleinschmidt sich mit 1:00,06 Minuten noch näher an die „Schallmauer“ der 60 Sekunden heran schob. „Er zeigt aufsteigende Tendenz“, freute sich Patrick Engel. „Wir sind für die Deutschen Kurzbahn-Meisterschaften gerüstet und dafür war es eine sehr gute Generalprobe“, lautete das Fazit für die Titelkämpfe, die von Mittwoch bis Samstag dieser Woche in Wuppertal auf dem Programm stehen. Dann wird auch Mühlleitner zur Verfügung stehen.

© Gmünder Tagespost 17.11.2014 20:13:56


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