Archiv 2014

Rekorde wie am Fließband - Deutsche Kurzbahn-Meisterschaften in Wuppertal

Henning Mühlleitner sorgte fast wie am Fließband für Vereinsrekorde beim SV Schwäbisch Gmünd, Maximilian Forstenhäusler setzte ein Ausrufezeichen über 200m Lagen und Trainer, Patrick Engel war im Dauereinsatz. Die Deutschen Kurzbahn-Meisterschaften in Wuppertal sorgten für viel Zuversicht beim SVG. Nicht nur wegen der Ausnahmestellung von Henning Mühlleitner, der auf der 25m-Bahn für fünf SVG-Vereinsrekorde sorgte. Zwei weitere gingen auf das Konto von Maximilian Forstenhäusler. Aber auch die übrigen sechs Starter zeigten sich zumeist von ihrer besten Seite. „Die Leistungen waren zum Teil einfach super und wir können mit einiger Zuversicht in Richtung der nächsten Aufgaben schauen“, meinte Patrick Engel, der dabei vor allem an die Deutschen Mannschafts-Meisterschaften mit seinem Männerteam als Aufsteiger in der Südgruppe der 2. Bundesliga dachte. Dort geht es dann am 7. Februar für zwölf Mannschaften um Auf- und Abstieg. Vor allem Henning Mühlleitner wird dann mit der wichtigste Punktesammler sein. Der Junioren-Europameister mit dem 4x200m-Freistil-Quartett kannte in Wuppertal kaum Grenzen. 3:55,03 Minuten und 3:48,93 Minuten (die Platz elf bedeuteten) über 400m Freistil, grandiose 7:54,49 Minuten bei Rang sechs über 800m und noch erstaunlichere 15:00,21 Minuten über 1500m Freistil – und damit Vierter in der nationalen Spitzenklasse – waren dabei seine Marken. Dazu kam eine SVG-Bestmarke für ihn in 4:23,74 Minuten über 400m Lagen (Platz 13). Fast konnte man den Eindruck gewinnen, je länger die Strecke desto besser kam der in Saarbrücken trainierende Gmünder in Schuss. Da konnten auch leicht die Resultate über 100m und 200m Freistil verschmerzt werden, bei denen die SVG-Vereinsrekorde nicht angetastet wurden. Über 200m Freistil verpasste er seine eigene Marke in 1:50,97 Minuten (Rang 32) um nur 28 Hundertstelsekunden. Gar nicht so recht in Schwung kam er mit 52,79 Sekunden über 100m Freistil (Platz 39). „Die waren aber auch eher zum Eingewöhnen für die 1500m-Strecke“, ließ Henning Mühlleitner dann einen absoluten „Kracher“ folgen. „Ich habe mittlerweile keine Ahnung mehr, wo seine Grenzen sein könnten“, schüttelte Patrick Engel immer wieder etwas ungläubig seinen Kopf, wenn der 17 Jahre alte Schüler im Ziel war.

Forstenhäusler steigert sich

Für „Überstunden“ im SVG-Lager sorgte am Schlusstag der Meisterschaften Maximilian Forstenhäusler, der sich über 200m Lagen mit Vereinsrekord von 2:04,26 Minuten für das B-Finale am Nachmittag qualifizierte. Damit verzögerte sich die Heimreise der Schwimmvereins-Crew um einige Stunden. Was aber leicht zu verschmerzen, denn der deutsche Junioren-Meister vom Sommer verbesserte sich nochmals und belegte mit starken 2:03,35 Minuten in der Endabrechnung aller Starter Rang 15. „Das war ein guter Schlusspunkt für uns bei diesen Meisterschaften“, war das Fazit von Patrick Engel. Nicht nur für Maximilian Forstenhäusler, der über acht Strecken am Start war und des öfteren seine Hausmarken verbessern konnte.

Den Auftakt bildeten für ihn die 400m Lagen, bei denen er in 4:32,32 Minuten auf Rang 25 im Ziel war und seine persönliche Bestzeit noch knapp verfehlte. Dafür rückte er über 200m Freistil in 1:51,11 Minuten (Platz 36) seinem Teamkollegen Henning Mühlleitner auf die Pelle. Auch die 100m Freistil in 51,27 Sekunden (Rang 29) und die 50m Schmetterling mit Platz 45 in 25,67 Sekunden waren neue Bestmarken für Maximilian Forstehäusler. Über 100m (Platz 30 in 56,59 Sekunden) und 200m Schmetterling (32. in 2:07,06 Minuten) verpasste er diese recht knapp. „Seine Stärken hat er aber vor allem über die 200m Lagen“, stellte Patrick Engel fest. Wobei es über die anderen Distanzen aber auch noch Entwicklungspotenzial für den Gmünder gibt.

Dies gilt auch für Per Kleinschmidt, der noch immer mit der Trainungsumstellung seit seinem Wechsel zur Trainingsgruppe in Saarbrücken zu kämpfen hat. Er durfte vor allem mit seinen 8:37,08 Minuten (Platz 46) über 800m Freistil zufrieden sein. Hier zeigte sich, dass die Kondition stimmt. Auch über 200m Rücken war in 2:06,14 Minuten (Rang 34) ein Aufwärtstrend zu vermerken. Schwer tat er sich in 27,35 Sekunden über 50m Rücken (Platz 58).

Zufrieden durfte auch Eric Wendel sein, der sich über 1500m Freistil auf gute 16:20,97 Minuten verbessern konnte und 36. wurde. Den gleichen Rang belegte Simon-Harvey-Trünkle in 23,92 Sekunden über 50m Freistil, der am liebsten wohl nur eine Bahn geschwommen wäre. „Aber einen Wettkampf über 25m gibt es bei Deutschen Meisterschaften leider nicht“, meinte er mit einem Schmunzeln. Etwas zu zaghaft war Hans-Peter Gratz über die 800m Freistil die er in 8:55,04 Minuten (Rang 58) zurück legt. In den Staffelrennen über 4x50m belegten die Gmünder Männer mit Simon-Harvey Trünkle, Maximilian Forstenhäusler, Per Kleinschmidt und Henning Mühlleitner in 1:35,63 Minuten über Freistil einen guten 18. Rang. Das gleiche Quartett war auch über Lagen im Einsatz und kam in 1:48,15 als 30. ins Ziel.

Knapp an der Bestmarke vorbei

Ein couragiertes Rennen lieferte Lisa Schulz vor allem über die 1500m Freisil ab. Die Brustspezialistin schrammte in starken 17:58,78 Minuten (Platz 41) nur um 33 Hundertstelsekunden am Vereinsrekord vorbei. Dafür haderte sie mit ihren 2:42,83 Minuten über 200m Brust (Rang 51). Nicht so recht in Tritt kam auch Christina Rollny in 1:07,18 Minuten über 100m (die Rang 50 bedeuteten) und 200m Rücken als 46. in 2:21,43 Minuten. Hier wartet auf Patrick Engel noch ein wenig Arbeit im Hinblick auf die nächsten Höhepunkte.

© Gmünder Tagespost 24.11.2014 21:58:07


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