Priorität für den SVG hat die DM - SV Gmünd bereitet sich im Schweizer Trainingslager auf Deutsche Meisterschaft vor

Im Trainingslager bereitete sich der SV Gmünd auf die bevorstehenden Deutschen Mannschafts-Meisterschaften am 7. Februar vor. Der Gmünder Top-Schwimmer Henning Mühlleitner (im Bild) war im DSV-Trainingslager auf Teneriffa. (Foto: Seifert)

Gleich zum Jahresbeginn ging es für das Topteam des Schwimmvereins Schwäbisch Gmünd ganz schön zur Sache. Patrick Engel war zusammen mit 16 Aktiven acht Tage lang in der Schweiz. Im schwimmerischen Leistungszentrum in Tenero in der Nähe von Lugano stimmte der SVG-Trainer seine Schützlinge auf die nächsten Wettkämpfe ein. An erster Stelle stehen dabei die Deutschen Mannschafts-Meisterschaften am 7. Februar. Dort geht es für die Männer als Aufsteiger in die Südgruppe der 2. Bundesliga beim Durchgang in Gelnhausen nur um eines: den Klassenerhalt. Die Frauen sollen sich beim Auftritt in Tübingen nach den Vorstellungen ihres Trainers in der Oberliga Baden-Württemberg in Richtung Tabellenspitze orientieren. Zuvor steigt aber in der kommenden Woche der „Mugele-Cup“ im Gmünder Hallenbad (24./25. Januar), der für die Gastgeber beim SVG ein letzter Test im Hinblick auf die Mannschaftsmeisterschaften sind, bei denen der Schwimmverein auch mit je einer Männer- und Frauen-Mannschaft in der Bezirksliga in Göppingen an den Start gehen wird. Dabei „bastelt“ Patrick Engel bereits an den Aufstellungen und macht erste „Punkte-Hochrechnungen“. Noch will er sich aber nicht in die Karten schauen lassen und verrät nichts. Dabei stimmen ihn seine Überlegungen und Rechenspiele durchaus optimistisch. „Es sieht nicht schlecht aus“, meinte er trocken.Rund 80 Kilometer legten die Gmünder in der Vorbereitung in Tenero allein im Wasser zurück. Dazu kamen weiteren Trainingseinheiten an Land. „Die Bedingungen dort sind hervorragend und es hat sich echt gelohnt, dort zu trainieren“, lautete das Fazit von Patrick Engel, der zusammen mit Trainingsgruppen des VfL Waiblingen und der TG Biberach vor Ort war. Kurzfristig mit in die Schweiz reiste auch Per Kleinschmidt, der ansonsten im Leistungszentrum des Saarlands in Saarbrücken trainiert. Eigentlich wollte er an einem Lehrgang des Schwimm-Verbands Württemberg (SVW) bei Landestrainer (und Ex-SVG-Coach) Farshid Shami in Stuttgart teilnehmen. Doch die Stadt Stuttgart musste kurzfristig das „Inselbad“ mit seiner Traglufhalle wegen „technischer Probleme“ in diesem Zeitraum schließen.
SVG-Aushängeschild Henning Mühlleitner weilte unterdessen mit dem Perspektivkader des Deutschen Schwimm-Verbands (DSV) zu einem Trainingslager auf Teneriffa. „Er hat sehr hart und sehr viel trainiert“, wusste Patrick Engel, da der Junioren-Europameister des vergangenen Jahres mit der 4x200m-Freistilstaffel immer wieder seine Trainingspläne übermittelte. „Als die unseren Schwimmern zeigte, rollten die mit den Augen und staunten nicht schlecht, was man alles trainieren kann“, hofft der Gmünder Trainer, dass Henning Mühlleitner dann bei den Mannschaftsmeisterschaften auch entsprechend auftrumpfen wird.
Nicht nur die Trainingspläne ihres Teamkollegen ließen das SVG-Team in Tenero staunen, sondern auch ein ehemaliger Weltklasseathlet. „Plötzlich stand Alexander Popow neben uns“, berichtete Patrick Engel. Da bekamen seine Schützlingen dann in der Tat ganz große Augen. Dabei ist es gar nicht so ungewöhnlich, dass der „Schwimm-Zar“ aus Russland (der mehrfach Gold bei Olympia sowie Welt- und Europameisterschaften scheffelte) im Trainingszentrum der Schweiz vorbei schaut. Zum einen trainierte das heutige IOC-Mitglied lange Zeit selbst dort, zum anderen wohnt er mittlerweile in der Nähe. Zudem ist sein ehemaliger Trainer Gennadi Turestski dort tätig und trimmt heute Schweizer Nachwuchskräfte.
© Gmünder Tagespost 14.01.2015 20:28:37