Nach der Ehrung der erwachsenen Sportler am Freitagabend waren nun auch die erfolgreichen Kinder und Jugendlichen an der Reihe. Zahlreiche Nachwuchstalente empfingen im Prediger ihre Ehrung und Sportbürgermeister Joachim Bläse war sich sicher: „Von euch sehen wir in ein paar Jahren auch einige bei den Großen.“ „Die Ehrung der Großen ist ja schon okay, aber die der Kinder und Jugendlichen heute ist eigentlich ja die wahre Ehrung“, so begrüßte Sportbürgermeister Joachim Bläse die zahlreichen Preisträger im Prediger. Er vertrat Oberbürgermeister Richard Arnold, dem Bläse humorvoll unterstellte: „Ich glaube, er will mir im Moment nochmals zeigen wie schön unser Gmünder Sport ist.“
87 junge Sportlerinnen und Sportler erhielten die Auszeichnung der Stadt. Nicht anwesend waren die Athleten der LG Staufen, die zur gleichen Zeit einen Wettkampf bestritten. Musikalisch begleitete die Big Band des Hans-Baldung-Gymnasiums, unter der Leitung von Jens Ellinger, die Veranstaltung und gab ihr einen festlichen Rahmen.
Sportamtsleiter Klaus Arnholdt bedankte sich zu allererst bei den Eltern, die ihre Kinder nicht nur als Fahrdienst, sondern auch in jeglicher anderer Hinsicht unterstützen. Joachim Bläse appellierte an die Kinder: „Es ist herausragend was ihr geleistet, aber bedenkt: ihr seid nun Vorbilder. Es kann nicht jeder Deutscher Meister werden, unterstützt auch eure Mitschüler, die das nicht schaffen.“
Erfolgreichster Verein war der Schwimmverein Schwäbisch Gmünd. 21 Sportler des SV konnten Ehrungen entgegen nehmen. Die einzige Auszeichnung in ihrer Sportart erhielten Konstanze Neitzel im Judo, Amina Kuhnle im Taekwondo sowie Yannik Bläse im Golf. Weiterhin waren die Volleyballer des Hans-Baldung-Gymnasiums erfolgreich mit dem zweiten Platz im Landesfinale. Der Sportbürgermeister appellierte nochmals an die Zusammenarbeit von Schule und Verein: „Wir brauchen die Kooperation, die oft auch schon gut funktioniert.“ Auch die Trampolinturnerinnen des TSB Gmünd unter den Trainern Tina und Michael Imhof räumten fünf Ehrungen ab.
Zwischen den beiden Ehrungsblöcken zeigten die Rhythmischen Sportgymnastinnen des TV Wetzgau die Performance „The last unicorn“. Die rot, weiß und bunt gekleideten Mädchen zeigten eine Mischung aus Eleganz und anspruchsvollen turnerischen Elementen. Klaus Arnholdt lobte: „Das mit dem Einhorn passt ja gut zu unserem Stadtwappen.“
Die Sportlerehrung zeigte die ganze Weite des Breitensports. So wurden Erfolge in eher seltenen Sportarten wie Bogenlaufen geehrt, während keine einzige Ehrung in den Volkssportarten Fußball und Handball zu verbuchen war. Bläse appellierte an die jungen Sportler: „Bleibt weiter dran, dann sehen wir in einigen Jahren garantiert einige von euch bei den Großen.“ Er gratulierte den Nachwuchsathleten: „Wie ihr seht kommt es nicht immer nur auf die Note in Latein an, sondern auch Erfolge im Sport werden gewürdigt, was jetzt aber nicht heißt, dass ihr eure Schulnoten vernachlässigen sollt.“ Zum Abschluss zeigte die Big Band des HBG mit ihren 22 jungen Musikern nochmals in zwei Stücken ihr Können und erntete dafür kräftig Applaus vom voll besetzten Saal.
© Gmünder Tagespost 18.01.2015 21:42:48
