SVG ist die Nummer eins im Lande - Baden-Württembergische Meisterschaften, Jahrgänge: SV Schwäbisch Gmünd mit 20 Siegen

In den Jahrgangsentscheidungen bei den Baden-Württembergischen Meisterschaften in Neckarsulm war der Schwimmverein Schwäbisch Gmünd spitzenmäßig unterwegs. Mit 20 Siegen war der SVG der mit Abstand erfolgreichste Verein. In Neckarsulm konnte sich der SVG in den Jahrgangsentscheidungen die Krone des erfolgreichsten Vereins aufsetzen. 20 Titel standen auf der Habenseite. Damit war man klar die Nummer eins im Lande vor der TSG Niefern (15 Titeln), gefolgt vom TSV Bad Saulgau (13) und der SSG Reutlingen/Tübingen (11).

„Das hatte ich in dieser Deutlichkeit nicht erwartet“, zeigte sich Gmünds Trainer ein wenig überrascht. Zumal auch beim Schwimmverein nicht alles rund lief. So fehlte unter anderem Henning Mühlleitner, der bei einem Meeting des SV Halle/Saale an den Start ging. Christina Rollny steht mitten im Abitur und dann fiel Julia Stegmaier wegen Krankheit noch kurzfristig aus. Zudem stand Carolin Morassi nur einen Tag zur Verfügung. „Dann wäre wir ja noch erfolgreicher gewesen“, meint Patrick Engel. Die Konkurrenz hätte wohl noch öfter das Nachsehen gehabt. „Das war eine tolle Vorstellung der Mannschaft und so langsam können wir die Früchte der Arbeit in den letzten Jahren ernten“, gab es viel Lob vom SVG-Vorsitzenden Roland Wendel.
Einmal mehr die Nummer eins in der Gmünder Mannschaft war Maximilian Forstenhäusler, ihm gelangen im Jahrgang 1997 „Sieben auf einen Streich“. Er konnte alle seine Rennen siegreich beenden und war dabei des öfteren schon im Bereich seiner persönlichen Bestzeiten. Keine Probleme hatte er die 200m (1:56,37 Minuten) und 400m Freistil (4:14,16 Minuten) für sich zu entscheiden. In guter Form zeigte er sich vor allem bei seinen Siegen über 50m (26,27 Sekunden), 100m (58,57 Sekunden) und 200m Schmetterling (2:07,36 Minuten). Dazu kamen für Maximilian Forstenhäusler noch erste Plätze über 100m Brust in 1:09,56 Minuten und seine Spezialstrecke 200m Lagen in 2:09,58 Minuten. „Da geht schon noch etwa mehr“, meinte er nach seiner tadellosen Bilanz von sieben Titeln bei seinen sieben Rennen. Was aber auch sein muss, will er doch bei den Deutschen Meisterschaften in drei Wochen in Berlin (9. bis 12. April) nach Möglichkeit auftrumpfen und neue Lorbeeren einheimsen. Dabei hat er bereits jetzt die Qual der Wahl, über welche Strecken er dort an den Start gehen soll und was dann am meisten Sinn macht. „Das müssen wir in den nächsten Tagen noch besprechen“, meinte Patrick Engel nach den Titelkämpfen in Neckarsulm. Die Zeit drängt, da am Wochenende die Meldefrist für Berlin ablaufen wird.

Erfreut zeigte sich der SVG-Trainer auch über das Abschneiden von Marc Schneider, der immer besser in Form kommt und im Jahrgang 2000 die 200m (2:07,62 Minuten) und 400m Freistil (4:32,89 Minuten) für sich entscheiden konnte. Einen Titel gab es im Jahrgang 2001 für Philipp Dalferth, der über die 100m Rücken in 1:11,08 Minuten nicht zu schlagen war. Im Jahrgang 1999 konnte sich Nils Wendel in 2:45,72 Minuten die 100m Brust sichern. Stark verbessert zeigte sich im Jahrgang 1998 auch Julian Morassi, der dafür mit einem ersten Platz in 1:01,50 Minuten über 100m Schmetterling belohnt wurde.

Nach harten Trainings- und Wettkampfwochen fehlte Lisa Schulz noch ein wenig der Schwung. Trotzdem konnte sie im Jahrgang 1998 gleich vier Titel einfahren. Neben Erfolgen über ihre Spezialstrecken der 100m (1:18,04 Minuten) und 200m Brust (2:46,38 Minuten), konnte sie auch die 200m Lagen (2:30,21 Minuten) und sogar überraschend die 200m Freistil (2:15,61 Minuten) für sich entscheiden. Die 100m Rücken in dieser Altersklasse gingen ebenfalls etwas überraschend in 1:11,90 Minuten an Franziska Vester. Einen Titel-„Hattrick“ einfahren konnte Carolin Morassi im Jahrgang 2000. Sie siegte über 100m Rücken (1:10,35 Minuten), 200m Schmetterling (2:25,34 Minuten) und 200m Lagen (2:27,78 Minuten).

Für den allerjüngsten Schwimm-Nachwuchs im Lande stand in Neckarsulm ein Schwimm-Mehrkampf auf dem Programm und an dem drei Gmünder teilnahmen. Hier überzeugte im Jahrgang 2002 Tom Beisert, der in der Endabrechnung auf 1924 Punkte kam und damit den Vielseitigkeitswettbewerb über Freistil für sich entscheiden konnte. Vierte Platze gab es im Jahrgang 2003 in der Brustwertung für Yannik Kohleisen mit 1386 Punkten und für Sarah Blessing mit 2115 Zählern.

© Gmünder Tagespost 24.03.2015 20:51:07