Archiv 2019

DMS 2. Bundesliga Süd Freiburg - Klassenerhalt geschafft!!

Davon hatte Vorsitzender Roland Wendel nur zu träumen gewagt: Die erste Männermannschaft des Schwimmvereins Gmünd hat bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga geschafft. Im Freiburger Westbad kamen die Jungs von Cheftrainer Patrick Engel auf den zehnten Platz und sammelten dabei in 34 Wettkämpfen 20.148 Punkte – ganze 37 mehr als der TSV Hohenbrunn-Riemerling, der wie der SCW München (18.930) in die Oberliga absteigen muss. Meister der 2. Bundesliga Süd wurde die SSG Leipzig (24.551) vor der SSG Saar Max Ritter (23.569).

 

Nachdem der SVG als Vorjahressiebter auf seine Spitzenkräfte Patrick Dalferth, der seit Herbst 2019 in Saarbrücken studiert und nun für die SSG Saar Max Ritter startet, Noah Bez und Noah Hermann (beide bestreiten derzeit berufsbedingt keine Wettkämpfe) in diesem Jahr verzichten mussten, schien der Abstieg unvermeidbar. Mit großem Kampfgeist und Zusammenhalt gelang dem Gmünder Team dennoch das „Wunder von Freiburg“. Allerdings mussten die Gmünder bis zum letzten Rennen zittern. Nach guten Ergebnissen in den ersten drei Wettbewerben fühlten sich die Gmünder lange auf der sicheren Seite. Mitte des zweiten Abschnittes wurde es dann sehr eng – auf einmal war der SVG nur noch Elfter, ein Abstiegsplatz. „Wir haben dann vor den letzten Rennen kurzfristig umgestellt und haben damit die richtige Entscheidung getroffen“, freute sich Patrick Engel. Der Trainer ließ Maurin Lampart, obwohl der nicht in bester gesundheitlicher Verfassung war, die Kräfte raubenden 400 Meter Lagen schwimmen und Max Luca Schenke übernahm die nicht minder schwierigen 200 Meter Schmetterling – und steigerte sich auf starke 2.11,06 Minuten. Als dann Philipp Dalferth über 100 Meter Rücken seine Bestzeit um über eine Sekunden auf 57,5 Sekunden drückte und Hannes Schenke die 400 Meter Freistil in der neuen Bestzeit von 4:12,18 Minuten beendete, lag es im letzten Rennen an Marc Schneider, den Klassenerhalt perfekt zu machen. Er ließ mit tollen 51,94 Sekunden über 100 Meter Freistil seinem Konkurrenten aus Hohenbrunn-Riemerling (die Gemeinde liegt im Südosten Münchens) keine  Chance. Doch das Bangen ging weiter: Die Bayern durften noch einen Nachschwimmer über 200 Meter Schmetterling an den Start schicken. Doch obwohl der über sich hinaus wuchs, standen beim SVG am Ende 37 Punkte mehr auf der Habenseite – der Jubel kannte keine Grenze.

 

Bei der DMS werden die erzielten Zeiten nach der FINA-Tabelle, die sich nach dem jeweiligen Weltrekord orientiert, in Punkte umgerechnet und dann aufaddiert. Geschwommen wurde das komplette olympische Programm.

 

Bester Athlet beim SVG war erwartungsgemäß Philipp Dalferth, der in fünf Rennen 3218 Punkte sammelte. Über 200 Meter Freistil gelang ihm auch mit 1.50,22 Minuten die höchste Einzelpunkzahl (732) eines Gmünders. Über 400 Meter Freistil blieb er mit 4.01,05 Minuten (682) knapp unter der 700-Punktegrenze. Über 200 Meter Rücken wurde er in 2.06,94 Minuten, über 200 Meter Lagen in 2.08,88 Minuten und über 100 Meter Rücken in 57,53 Sekunden gestoppt.

 

Auf 3178 Punkte brachte es der Schweizer Gastschwimmer Maurin Lampart, der mit durchweg starken Leistungen über 600 Punkte aufwartete: 29,05 über 50 Meter, 1.04,39 über 100 Meter und 2.22,01 über 200 Meter Brust sowie 58,08 Sekunden über 100 Meter Lagen und 4.35,41 Minuten über 400 Meter Lagen.

 

Felix Kempter überzeugte mit 3109 Punkten in fünf Rennen. Seine Topleistung: 51,22 Sekunden über 100 Meter Freistil. Die 50 Meter Freistil schwamm er in 23,45 Sekunden, die 200 Meter Freistil in 1.57,78 Minuten, die 50 Meter Rücken in 26,60 Sekunden und die 100 Meter Lagen in 59,30 Sekunden. Marc Schneider steuerte bei vier Starts 2383 Punkte zum Klassenerhalt bei. Seine Zeiten: 23,60 Sekunden über 50 Meter Freistil, 51,94 Sekunden über 100 Meter Freistil, 26,19 Sekunden über 50 Meter und 58,72 Sekunden über 100 Meter Schmetterling.

 

Dreimal ins Wasser gingen, durchweg über die langen Strecken, die Schenke-Brüder. Max Luca brachte es über 1500 Meter Freistil (16.34,69 Minuten), 200 Meter Schmetterling (2.11,06 Minuten) und 400 Meter Lagen (4.46,05 Minuten) auf 1740 Punkte; Hannes bekam für seine 4.12,18 Minuten über 400 Meter Freistil, 8.44,72 Minuten über 800 Meter Freistil und 2.14,38 Minuten über 200 Meter Schmetterling 1721 Zähler gut geschrieben.

 

Einen glänzenden Einstand in der ersten Mannschaft feierten Fabian Blessing mit 1659 Punkten für starke 30,85 Sekunden über 50 Meter, 1.07,02 Minuten über 100 Meter sowie 2.27,47 Minuten über 200 Meter Brust, und Yannik Kohleisen, dessen 2.11,27 über 200 Meter Rücken und 2.12,64 Minuten über 200 Meter Lagen mit 1085 Punkten belohnt wurden.

 

Obwohl sie wegen Studium und Beruf kaum trainieren konnten, legten sich Per Kleinschmidt (50 Meter Rücken in 27,76 Sekunden, 100 Meter Rücken in 1.00,31 Minuten, 1044 Punkte) und Luis Anderle (50 Meter Schmetterling in 26,86 Sekunden und 1.01,35 Minuten über 100 Meter Schmetterling, 1011 Punkte) mächtig ins Zeug und untermauerten eine starke Teamleistung des SVG.

 

Der Endstand in der 2. Bundesliga Süd:

 

  1. SSG Leipzig                                          24.551 Punkte
  2. SSG Saar Max Ritter                             23.569 Punkte
  3. SG EWR Rheinhessen-Mainz               22.198 Punkte
  4. VfL Sindelfingen                                  21.571 Punkte
  5. SV 05 Würzburg                                   21.553 Punkte
  6. TV Wetzlar                                           20.992 Punkte
  7. SG Mittelfranken                                  20.700 Punkte
  8. SG Regio Freiburg                                20.462 Punkte
  9. SG Bamberg                                          20.298 Punkte
  10. SV Schwäbisch Gmünd                    20.148 Punkte
  11. TSV Hohenbrunn-Riemerling           20.111 Punkte
  12. SGW München                                  18.930 Punkte

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