Nach einem intensiven 10-tägigen Trainingslager in Sharm el-Sheik unter der warmen ägyptischen Sonne stand für das Leistungsteam 1 des Gmünder Schwimmvereins beim wie stets erstklassig besetzten Nikar-Cup im Olympiastützpunkt in Heidelberg die erste Bewährungsprobe „on the road“ zur Qualifikation für die Deutschen Jugendmeisterschaften an. Die Schützlinge von Trainer Björn Koch zeigten ansprechende Leistungen – allen voran Leo Fingerle, der drei Silbermedaillen gewann und dabei zwei neue Vereinsaltersklassenrekorde aufstellte.
Der aktuelle Gmünder Vorzeigeschwimmer hat nicht nur die Startberechtigung für die Deutschen Jugendmeisterschaften bereits in der Tasche, der 18-jährige Berufsschüler hat sogar die Qualifikation für die Jugend-Europameisterschaften im Visier. Auf der 50-Meter-Bahn in Heidelberg musste er sich über alle drei Bruststrecken nur dem ein Jahr älteren Melvin Faber-Billot von der SG Frankfurt (28,54; 1.02,46; 2.17,35) knapp geschlagen geben. Über 50 Meter Brust mit 28,75 Sekunden und über 100 Meter in persönlicher Bestzeit von 1.03,80 Minuten verbesserte Leo die Vereinsaltersklassenrekorde von Florian Abele (29,38 Sekunden und 1.04,07 Minuten) aus dem Jahr 2003. Die 200 Meter Brust legte Fingerle in 2.22,73 Minuten zurück. Wie realistisch seine Chancen auf den deutschen Jugendmeistertitel sind, zeigt der Blick auf die aktuelle deutsche Jahrgangsbestenliste. Da liegt Leo über 50 Meter und über 100 Meter Brust hinter Louis Hoffmann von der SG Berlin-Neukölln (28,74; 1.02,52) jeweils auf dem zweiten Platz. Björn Koch ist sich sicher: „Wenn Leo weiter so fokussiert trainiert, dürfen wir uns auf weitere Leistungssteigerungen freuen“.
Steil nach oben geht auch die Entwicklung bei zwei 16-jährigen Gmünder Talenten: Emil Lieby erfüllte bei allen seinen fünf Starts mit vier neuen persönlichen Bestleistungen die Pflichtzeiten für die Süddeutschen Meisterschaften. Dabei kam er in seinem Jahrgang 2010 über 800 Meter Freistil (Vierter in 9.05,80 Minuten), über 200 Meter Schmetterling (Fünfter in 2.28,99 Minuten) und über 400 Meter Freistil (Zehnter in 4.28,33 Minuten) unter die Top-ten. Platz 11 schaffte er über 200 Meter Freistil (2.06,87 Minuten) und Platz 12 über 200 Meter Lagen (2.22,78 Minuten).
Thomas Elias Scherer blieb über 800 Meter Freistil als Sechster in 9.30,18 Minuten und auf Position 20 über 200 Meter Freistil in 2.08,53 Minuten unter den Richtzeiten für den Qualifikationsmodus „Road to DJM“. Scherer erzielte in fünf von sechs Rennen neue Hausrekorde und platzierte sich in den extrem starken Teilnehmerfeldern über 50 Meter Freistil (27,36 Sekunden), 100 Meter Freistil (59,60 Sekunden) und 400 Meter Freistil (4.35,69 Minuten) im Mittelfeld.
Hoffnungen auf einen Startplatz bei den Deutschen Meisterschaften darf sich auch Lenny Kientz (Geburtsjahrgang 2007) machen. Er erreichte über 100 Meter Freistil mit 55,22 Sekunden als Neunter seine beste Platzierung. Persönliche Bestzeit schwamm er über 50 Meter Brust mit 31,24 Sekunden (Rang 11). Zweimal 13. wurde er über 50 Meter Rücken (30,09 Sekunden) und über 50 Meter Schmetterling (27,38 Sekunden). Auch über 50 Meter Freistil (25,51 Sekunden) bleib er bei seinem Heidelberger „Vielseitigkeitstest“ jeweils knapp hinter seinen Bestzeiten.
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Das L1-Ream des Schwimmvereins beim Nikar-Cup in Heidelberg (von links): Lenny Kientz, Leo Fingerle, Emil Lieby und Timo Elias Scherer. Foto: SVG
