Württembergische Meisterschaften in Reutlingen - Unwetter über Reutlingen stoppte die Wettkämpfe - SVG-Trainer mit Medaillenausbeute dennoch zufrieden / Meistertitel für über 4 x 100 Meter Freistil mixed

Mit der Ausbeute von einer Gold-, sechs Silber- und zwei Bronzemedaillen in der offenen Wertung sowie sechs goldenen, sechs silbernen und sieben bronzenen Plaketten in den Jahrgangswertungen bei den Württembergischen Schwimm-Meisterschaften im Markwasen-Bad in Reutlingen war der Gmünder Schwimmvereins-Trainer Björn Koch „angesichts des späten Termins und der außergewöhnlichen Umstände durchaus zufrieden“. Die Bilanz des Saisonfinales hätte freilich besser ausfallen können. Aber: Am Samstagnachmittag brach über Reutlingen ein heftiges Unwetter nieder, so dass die Wettkämpfe über 400 Meter Freistil und 100 Meter Brust jeweils bei den Damen und Herren sowie die Staffeln über 4 x 100 Meter Freistil der Frauen und über 4 x 100 Meter Lagen mixed ersatzlos gestrichen werden mussten. Gerade in diesen Disziplinen hätte der SVG auch ohne Topschwimmer Leo Fingerle, der nach einer anstrengenden Saison eine schöpferische Pause erhielt, einige Podestplätze erreichen können.

So blieb der Sieg der 4 x 100 Meter Freistilstaffel mixed in der Besetzung Flora Talgner, Karin Stotz, Fabian Blessing und Lenny Kientz in 3.59,39 Minuten vor der Sport-Allianz Aalen (4.03,20 Minuten) und dem SC Mühlacker (4.08,59 Minuten) der einzige Meistertitel des SVG in der offenen Wertung. Gleich viermal als Vizemeisterin schlug Kathrin Stotz an – über 200 Lagen in 2.29,21 Minuten hinter Svenja Götting von der SSG Reutlingen /Tübingen (2.24,93 Minuten), über 100 Meter Brust in 1.17,50 Minuten knapp hinter Chiara Ferrari von der TG Biberach (1.17,41 Minuten), über 50 Meter Brust in 34,77 Sekunden hinter Daniela Reblein von der SG Region Stuttgart und über 200 Meter Brust in 2.47,74 Minuten hinter Daniela Reblein (2.47,37 Minuten). Ihre Schwester Heike Stotz sicherte sich in 2.29,03 Minuten überraschend die Silbermedaille. Pech für Kathrin war, dass das Finale über 100 Meter Brust abgesagt wurde und für die Vergabe der Medaillen die Vorlaufzeiten herangezogen wurden, die Heike Stotz auf Rang 5 sahen.

Flora Talgner sicherte sich in starken 2.13,70 Minuten über 200 Meter Freistil die Bronzemedaille, Amalia Bartsch (SV Waiblingen) in 2.11,76 Minuten gewann Gold, Caroline Krmnicek (SV Region Stuttgart) in 2.13,19 Minuten Silber.

Lenny Kientz kam über 100 Meter Freistil in der Wertung des Jahrgangs 2007 durch seine Vorlaufzeit von 55,73 Sekunden zwar „nur“ auf den mit Bronze belohnten dritten Platz, er qualifizierte sich damit aber fürs Finale in der offenen Wertung und schaffte dabei noch den Sprung auf den Silbermedaillenrang in 54,97 Sekunden. Meister wurde Michael Hees vom SC Delphin Aalen in 54,55 Sekunden. Fabian Blessing, der Tags zuvor bei den Deutschen Mastersmeisterschaften noch die Bronzemedaille gewann, wurde Fünfter über 50 Meter Brust.

Das Quartett Flora Talgner, Heike Stotz, Kathrin Stotz und Marit Boomers holte sich über 4 x 100 Meter Lagen der Frauen in 4.40,01 Minuten die Silbermedaille, der SV Cannstatt hatte in 4.39,39 Minuten die Nase vorn.

In den Jahrgangswertungen war Lea Elia Geiger (Geburtsjahrgang 2009) die erfolgreichste Medaillensammlerin. Sie gewann Gold über 200 Meter Freistil und 200 Meter Rücken, Silber über 50 Meter Freistil und 200 Meter Lagen sowie Bronze über 100 Meter Freistil. Auch Johannes Lillich (2011) wurde zweifacher Goldmedaillengewinner, und zwar über 200 Meter Brust und 200 Meter Lagen, über 200 Meter Rücken wurde er Zweiter. Isabella Höchsmann (2009) sicherte sich in fünf Rennen fünf Podestplätze: Gold über 200 Meter Schmetterling, Silber über 100 Meter Schmetterling, 100 Meter und 200 Meter Rücken, und noch Bronze über 200 Meter Freistil. Einen Meistertitel durfte Marit Boomers (2008) über 50 Meter Freistil in 28,56 Sekunden feiern; damit schaffte sie die Qualifikation für das große Finale, das sie als Fünfte beendete.

Über zwei Silber- (50 und 100 Meter Brust) und eine Bronzemedaille (200 Meter Brust) freute sich Ben Grahn (2010). Silber gab es für Timo Elias Scherer (2010) über 200 Meter Rücken und Bronze über 200 Meter Freistil. Zu insgesamt 25 persönliche Bestzeiten trugen noch Jan Altrichter, Malte Günter, Viktor Hartel, Sebastian Heim, Jonathan Jergentz, Oscar Maillet, Ma Mayer, Naya Fuisting, Leni Günter, Luise Mayer. Lotta Rösch, Lina Schulte, Pia Stimm, Ida Thiess, Isabell von der Burg, Elin Zinke und Ida Zinke bei.

In den Staffelwettbewerben schaffte die männliche B-Jugend des SVG über 4 x 100 Meter Lagen in der Besetzung Jonathan Jergentz, Alwin Schiskin, Johannes Lillich und Linus Dinser in 5.10,27 Minuten den dritten Rang (Bronzemedaille). Jeweils als Vierte verfehlten die männliche D-Jugend über 4 x 100 Meter Lagen, die D-Jugned-Mixed über 4 x 100 Meter Freistil und die weibliche C-Jugend über 4 x 100 Meter Freistil knapp das Podest. 

Mit den Württembergischen Meisterschaften endete für den SVG die Sommersaison 2026. Zum Trainingsbeginn nach den Sommerferien werden die einzelnen Leistungsgruppen neu eingeteilt. Eine Veränderung wird es bei den Übungsleitern geben. Jörg Scheifele, der bislang für das Basisteam 1 zuständig war, wechselt als neuer Cheftrainer zum SV Cannstatt.