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  • Freiwasser | Die Alternative heißt Nordsee

    <div> <img width="2048" height="1364" src="https://swim.de/wp-content/uploads/2020/05/98362485_245057213502421_1401781869766246400_n.jpg" class="attachment-post-thumbnail size-post-thumbnail wp-post-image" alt="Martin Tschepe schwimmt vor Hörnum" srcset="https://swim.de/wp-content/uploads/2020/05/98362485_245057213502421_1401781869766246400_n.jpg 2048w, https://swim.de/wp-content/uploads/2020/05/98362485_245057213502421_1401781869766246400_n-300x200.jpg 300w, https://swim.de/wp-content/uploads/2020/05/98362485_245057213502421_1401781869766246400_n-1024x682.jpg 1024w, https://swim.de/wp-content/uploads/2020/05/98362485_245057213502421_1401781869766246400_n-768x512.jpg 768w, https://swim.de/wp-content/uploads/2020/05/98362485_245057213502421_1401781869766246400_n-1536x1023.jpg 1536w, https://swim.de/wp-content/uploads/2020/05/98362485_245057213502421_1401781869766246400_n-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 2048px) 100vw, 2048px"><span class="media-credit">Martin Tschepe | tri-mag.de</span> </div> <p>Der Himmel ist tief blau. Es weht allenfalls ein laues Lüftchen aus Westen. So weit das Auge reicht: kaum Wellen. Vom Oststrand in Hörnum aus sind die Sylter Nachbarinseln Amrum und Föhr glasklar zu erkennen. Grandiose Bedingungen für Freiwasserschwimmer – sie sollten halt einigermaßen kältefest sein. Die Nordsee hat derzeit rund zehn Grad. Mit Neoprenanzug ist das Meer aber DIE Alternative.</p> <p>Viele Bäder in Deutschland sind wegen der Coronakrise nach wie vor geschlossen. Und selbst jene Bäder, die unter ganz speziellen Bedingungen eröffnet wurden, sind nicht unbedingt nach dem Geschmack vieler Schwimmer mit sportlichen Ambitionen. Mitunter ist Überholen nämlich verboten. Man fragt sich: Ist Training in so einem Becken überhaupt möglich? Wohl kaum.</p> [<a href="https://swim.de/aktuell/freiwasser-die-alternative-heisst-nordsee/">See image gallery at swim.de</a>] <h2>Beim Atmen das Wahrzeichen im Blick</h2> <p>Fahrt ans Meer! Urlaub im Heimatland ist 2020 ja ohnehin angesagt. An den deutschen Küsten ist jedenfalls jede Menge Platz. Zum Beispiel auf Sylt. Bei der Anreise haben sich die Autos an manchen Tagen zwar mehrere Kilometer weit gestaut. In der Himmelfahrtswoche zumindest haben sich alle Urlauber sehr gut auf der Insel verteilt. In Hörnum herrschte nie Hochbetrieb, ganz im Gegenteil. Am Strand ist jede Menge Platz, und im Meer ist der Schwimmer ohnehin fast allein.</p> <p>Beim Kraulen in Richtung Südspitze muss ich an diesem Sommertag im Frühling nur aufpassen, dass mir die Stand-up-Paddler nicht in die Quere kommen. Also immer wieder Wasserball-Kraul schwimmen, mit Kopf nach oben und Augen nach vorn. Ein Zug rechts, einer links, einer rechts, einer links. Vom Hauptstand aus kann man etwa einen Kilometer weit schwimmen, dann heißt es umdrehen – denn die Strömung an der Odde, dem äußersten Sylter Südzipfel, ist tückisch.</p> <h2>Prächtige Unterwasserwelt</h2> <p>Über Wasser ist die Sicht sensationell. Beim Atmen nach rechts ist stets das Hörnumer Wahrzeichen im Blick: der rot-weiß gestrichene Leuchtturm, in dem anno dazumal die Grundschule des kleinen Ortes untergebracht war. Und zur Linken sieht der Schwimmer die Adler-Ausflugsschiffe und die Nachbarinseln. Unter Wasser gibt es mehr zu sehen als in allen Freibädern, Seen und Flüssen zusammen: ab und zu kleine Fische, jede Menge Muscheln und Steine, mitunter eine Strandkrabbe, die hektisch mit den Scheren in Richtung Schwimmer zeigt, oder eine Qualle.</p> <p>Zehn Grad im Wasser und Sonne satt von oben – das ist für einen routinierten Eisschwimmer mollig warm. Alle anderen Krauler sollten auch einigermaßen zurecht kommen mit solchen Bedingungen. Und wenn nicht: wartet noch ein bisschen. Der Sommer steht an, die Nordsee und die Ostsee werden ganz bestimmt bald wärmer.</p>

  • Teilnehmer gesucht | Studierende analysieren verändertes Trainingsverhalten

    <div> <img width="1500" height="1124" src="https://swim.de/wp-content/uploads/2019/09/4a14af9917b6a935b9c9af8adea4bcce.jpg" class="attachment-post-thumbnail size-post-thumbnail wp-post-image" alt="Schwimmen" srcset="https://swim.de/wp-content/uploads/2019/09/4a14af9917b6a935b9c9af8adea4bcce.jpg 1500w, https://swim.de/wp-content/uploads/2019/09/4a14af9917b6a935b9c9af8adea4bcce-300x225.jpg 300w, https://swim.de/wp-content/uploads/2019/09/4a14af9917b6a935b9c9af8adea4bcce-768x575.jpg 768w, https://swim.de/wp-content/uploads/2019/09/4a14af9917b6a935b9c9af8adea4bcce-1024x767.jpg 1024w, https://swim.de/wp-content/uploads/2019/09/4a14af9917b6a935b9c9af8adea4bcce-86x64.jpg 86w, https://swim.de/wp-content/uploads/2019/09/4a14af9917b6a935b9c9af8adea4bcce-600x450.jpg 600w" sizes="(max-width: 1500px) 100vw, 1500px"><span class="media-credit">Frank Wechsel / spomedis</span> </div> <p>Abstandsregeln, Hygienemaßnahmen, abgesagte Wettkämpfe: Zwar öffnen einige Bundesländer nach und nach die Schwimmbäder, an einen regulären Trainingsbetrieb ist aber noch lange nicht zu denken. Welche Auswirkungen die Coronakrise auf das Trainingsverhalten von Schwimmsportlern hat, wollen vier Studierende der Technischen Universität München untersuchen. Die Sportstudenten haben einen Online-Fragebogen entwickelt, an dem sich Schwimmerinnen und Schwimmer aller Alters- und Leistungsklassen anonym beteiligen können. <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.soscisurvey.de/swimcorona/" target="_blank"><span class="ugb-highlight">Hier geht es zum Fragebogen.</span></a></p> <p>Die Beantwortung der Fragen dauert keine zehn Minuten. Gefragt wird unter anderem nach den wöchentlichen Trainingsstunden jetzt und zu normalen Zeiten. Auch Alternativsportarten sind ein Thema. </p>

  • Bäder in Berlin und Köln öffnen im Mai | Hamburg hofft, München macht weiter dicht

    <div> <img width="2560" height="1706" src="https://swim.de/wp-content/uploads/2020/05/%C2%A9-Bernadette-Grimmenstein-Ba%CC%88derland_Freibad_0445-scaled.jpg" class="attachment-post-thumbnail size-post-thumbnail wp-post-image" alt="Kaifu Freibad Hamburg" srcset="https://swim.de/wp-content/uploads/2020/05/©-Bernadette-Grimmenstein-Bäderland_Freibad_0445-scaled.jpg 2560w, https://swim.de/wp-content/uploads/2020/05/©-Bernadette-Grimmenstein-Bäderland_Freibad_0445-300x200.jpg 300w, https://swim.de/wp-content/uploads/2020/05/©-Bernadette-Grimmenstein-Bäderland_Freibad_0445-1024x683.jpg 1024w, https://swim.de/wp-content/uploads/2020/05/©-Bernadette-Grimmenstein-Bäderland_Freibad_0445-768x512.jpg 768w, https://swim.de/wp-content/uploads/2020/05/©-Bernadette-Grimmenstein-Bäderland_Freibad_0445-1536x1024.jpg 1536w, https://swim.de/wp-content/uploads/2020/05/©-Bernadette-Grimmenstein-Bäderland_Freibad_0445-2048x1365.jpg 2048w, https://swim.de/wp-content/uploads/2020/05/©-Bernadette-Grimmenstein-Bäderland_Freibad_0445-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 2560px) 100vw, 2560px"><span class="media-credit">Bernadette Grimmenstein (Hamburg)</span> </div> <p>Auf der letzten gemeinsamen Konferenz der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel wurde zum Thema Sport Folgendes beschlossen: “Der Sport- und Trainingsbetrieb im Breiten- und Freizeitsport unter freiem Himmel ist wieder erlaubt. Stufenweise soll in den Trainings- und Wettkampfbetrieb wieder eingestiegen werden. Einzelheiten regeln die Länder.”</p> <p>Für den Schwimmsport bedeutet das:</p> <ul> <li>Die Hallen bleiben geschlossen.</li> <li>Freibäder dürfen öffnen.</li> <li>Über die Öffnung entscheiden die Bundesländer.</li> </ul> <p>Mit diesen Vorgaben diskutieren die Verantwortlichen in den Ländern nun, ob, wann und unter welchen Auflagen die Freibäder öffnen können. Dabei kommen bislang sehr unterschiedliche Ergebnisse heraus. So ist die Lage (Stand 8. Mai 2020) in den vier Millionenstädten Berlin, Hamburg, München und Köln.</p> <h2>Berlin: Öffnung ist beschlossene Sache</h2> <p>In <strong>Berlin</strong> ist die Bäder-Öffnung bereits beschlossene Sache. In der Hauptstadt darf vom 25. Mai an wieder in den Freibädern geschwommen werden. Voraussetzung, so heißt es auf berlin.de, der offiziellen Website der Stadt, ist ein Hygieneplan und die Einhaltung der Abstandsregeln. Derzeit arbeitet der Badbetreiber Berliner Bäder mit der Senatsverwaltung an einem Konzept. Darin soll festgelegt werden, viele Menschen sich gleichzeitig in den Schwimmbädern aufhalten dürfen und wie viele Menschen gleichzeitig ins Wasser dürfen. Laut berlin.de wird über die Einführun eines Online-Ticketsystems nachgedacht, um Warteschlangen an den Kasse zu vermeiden.</p> <h2>Köln: Am 20. Mai kann es losgehen</h2> <p>In <strong>Köln</strong> könnte es bereits ein paar Tage früher losgehen, denn in NRW dürfen die Bäder schon ab dem 20. Mai unter Auflagen öffnen. Ausgenommen sind zunächst reine Spaßbäder. Entgegen der Ansage der Bundesregierung, lediglich “Sport unter freiem Himmel” zu gestatten, will die Landesregierung von Armin Laschet auch die Hallenbäder noch Ende des Monats öffnen. Auf der Website der Landesregierung heißt es dazu: “Ab 30. Mai soll die Ausübung von Sportarten auch mit unvermeidbarem Körperkontakt und in geschlossenen Räumen wieder gestattet werden, ebenso der Betrieb in Hallenbädern. Sportliche Wettbewerbe im Kinder-, Jugend- und Amateurbereich sind dann ebenfalls zulässig.”</p> <h2>Hamburg: Es gibt positive Signale</h2> <p>In <strong>Hamburg</strong> ist noch keine Entscheidung gefallen. Dennoch bereiten sich einige Bäder konkret auf eine baldige Öffnung vor, zum Beispiel indem sie die Becken mit Wasser füllen. Der Sprecher von Badbetreiber Bäderland, Michael Dietel, ist zuversichtlich: “Die Zeichen stehen schon besser als in der vergangenen Woche.” Als Termin für den Start in die Freiluftsaison würde sich Bäderland Ende Mai oder Anfang Juni wünschen. “Dann ist auch die Wettersituation zuverlässiger”, so Dietel.</p> <h2>München: Noch keine Entscheidung</h2> <p>In Bayern und <strong>München</strong> wurden die landesweiten Ausgangsbeschränkungen abgeschafft und für die nächsten Wochen schrittweise Lockerungen angekündigt. So sollen Zoos und Museen am 11. Mai wieder öffnen dürfen. Von diesem Tag an sind auch Einzelsportarten wie Leichtathletik, Tennis, Golf und Segeln wieder erlaubt. Über die Öffnung der Schwimmbäder ist dagegen noch keine Entscheidung gefallen.</p>

  • Wir wollen wieder schwimmen | Die nächste SWIM erscheint am 3. Juni

    <div> <img width="1500" height="1001" src="https://swim.de/wp-content/uploads/2019/09/ad1e001226e96e27eb9bb907eabaced7.jpg" class="attachment-post-thumbnail size-post-thumbnail wp-post-image" alt="Startsprung" srcset="https://swim.de/wp-content/uploads/2019/09/ad1e001226e96e27eb9bb907eabaced7.jpg 1500w, https://swim.de/wp-content/uploads/2019/09/ad1e001226e96e27eb9bb907eabaced7-300x200.jpg 300w, https://swim.de/wp-content/uploads/2019/09/ad1e001226e96e27eb9bb907eabaced7-768x513.jpg 768w, https://swim.de/wp-content/uploads/2019/09/ad1e001226e96e27eb9bb907eabaced7-1024x683.jpg 1024w, https://swim.de/wp-content/uploads/2019/09/ad1e001226e96e27eb9bb907eabaced7-1200x800.jpg 1200w, https://swim.de/wp-content/uploads/2019/09/ad1e001226e96e27eb9bb907eabaced7-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1500px) 100vw, 1500px"><span class="media-credit">Frank Wechsel / spomedis</span> </div> <p>Liebe Leserinnen und Leser der Zeitschrift SWIM,</p> <p>die Corona-Krise beschäftigt die Öffentlichkeit und auch uns Schwimmer jeden Tag. Bund und Länder entscheiden heute zusammen über weitere Öffnungsmaßnahmen, die auch den Sport betreffen. Der Deutsche Schwimmverband hat ein Konzeptpapier vorgelegt, nach dem ein Schwimmtraining bald wieder möglich sein könnte. Ob und wann wir wieder in unsere geliebten Pools springen können, bleibt abzuwarten.</p> <p>Aktuell sind viele Schwimmbäder geschlossen – und auch viele der Verkaufsstellen der Zeitschrift SWIM, die vor allem an den Kiosken in Bahnhöfen und Flughäfen auslag. Wir haben uns daher entschieden, die Ausgabe SWIM 42, die in diesen Tagen erscheinen sollte, auf den 3. Juni zu verschieben. Es fällt keine Ausgabe aus, die nächste kommt nur ein bisschen später, da eine solche Publikation momentan keinen wirklichen Sinn ergeben würde. Unsere Abonnenten bekommen die nächste Rechnung damit auch einen Monat später.</p> <p>Auf unserer Website SWIM.DE bleiben wir natürlich aktuell an allen Entwicklungen dran und berichten täglich über die wichtigsten Neuigkeiten rund um unseren Lieblingssport. Und wir hoffen, dass wir bald wieder alle zusammen ins Kühle Nass springen können!</p> <p>Vielen Dank für euer sportliches Verständnis</p> <p>Herzliche Grüße aus Hamburg<br>Frank Wechsel, Herausgeber SWIM</p>

  • Jederzeit 2 bis 3 Meter Abstand | DSV entwirft Leitfaden für Vereinstraining

    <div> <img width="861" height="520" src="https://swim.de/wp-content/uploads/2020/05/Bildschirmfoto-2020-05-06-um-09.36.14.png" class="attachment-post-thumbnail size-post-thumbnail wp-post-image" alt="" srcset="https://swim.de/wp-content/uploads/2020/05/Bildschirmfoto-2020-05-06-um-09.36.14.png 861w, https://swim.de/wp-content/uploads/2020/05/Bildschirmfoto-2020-05-06-um-09.36.14-300x181.png 300w, https://swim.de/wp-content/uploads/2020/05/Bildschirmfoto-2020-05-06-um-09.36.14-768x464.png 768w, https://swim.de/wp-content/uploads/2020/05/Bildschirmfoto-2020-05-06-um-09.36.14-600x362.png 600w" sizes="(max-width: 861px) 100vw, 861px"><span class="media-credit">Peter Jacob | tri-mag.de</span> </div> <p>Die deutschen Spitzensportverbände haben Leitlinien für eine zügige Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs erstellt. Der Deutsche Schwimm-Verband verweist in seinem Leitfaden für den Schwimmsport auf die Stellungnahme des Umweltbundesamtes vom 12. März, wonach Coronaviren in normgerecht gereinigten Schwimmbädern nicht überdauern. Dennoch sollen Maßnahmen getroffen werden, sodass die Sportler jederzeit die geltenden Abstandsregeln einhalten. Diese sehen derzeit an Land mindestens 1,5 Meter Abstand vor. Beim Sporttreiben empfiehlt der DSV aufgrund des Bewegungsradiusses einen größeren Abstand von 3 Metern im Wasser (in sehr leistungshomogenen Gruppen 2 Meter), im Kraftraum und in der Umkleide jeweils 2 Meter. Im Folgenden dokumentieren wir die wichtigsten Maßnahmen.</p> <p><strong>Regelungen zur Organisation des Trainings</strong></p> <ul> <li>Das Training erfolgt auf Doppelbahnen (auf Bahn 1 hin, auf Bahn 2 zurück usw.). Leinen sollen die Einhaltung der Abstände vereinfachen</li> <li>In einem Acht-Bahnen-Pool entstehen so vier Bahnen, in einem Sechs-Bahnen-Pool drei Bahnen</li> <li>Pro Doppelbahn können acht Athleten (25-m-Becken) bzw. 16 Athleten (50-m-Bahn) unter Einhaltung der Abstandsregel von 3 Metern trainieren</li> <li>Bei homogenen Leistungsgruppen mit 2 Metern Abstand finden pro Doppelbahn 12 Sportler (25-m-Becken) bzw. 24 (50-m-Becken) Platz</li> <li>Auch seitlich muss der Abstand jederzeit eingehalten werden</li> <li>Überholen ist nicht möglich</li> <li>Annähern auf einen Abstand von weniger als 3 (bzw. 2) Metern ist untersagt</li> </ul> <p><strong>Weitere Regeln zur Durchführung des Schwimmtrainings</strong></p> <ul> <li>Kein Begenungsverkehr auf der Bahn</li> <li>Ansagen in Kleinstgruppen mit maximal 5 Personen (ggf. Megaphone benutzen)</li> <li>Ein- und Ausstieg über Leitern</li> <li>Kopfsprünge nur mit 2 Metern Abstand zu allen Seiten. Keine “Überkopf-Wechsel”, kein Staffeltraining</li> <li>Es darf ausschließlich eigenes Trainingsmaterial (Pull-Buoys, Bretter, Paddles etc.) verwendet werden</li> </ul> <p><strong>Regelungen zur allgemeinen Organisation</strong></p> <ul> <li>Trainingspläne werden per Mail verschickt, um Anweisungen vor Ort zu reduzieren</li> <li>Gruppen trainieren in fester Zusammensetzung. Die Namen werden in Teilnehmerlisten erfasst</li> <li>Die Trainingszeiten sind vom Betreten bis zum Verlassen des Schwimmbads exakt zu bestimmen, um Überschneidungen zu verhindern</li> <li>es gilt Maskenpflicht im Kassenbereich</li> <li>das Umziehen erfolgt möglichst in Einzelkabinen oder mit Abstand in Sammelumkleiden</li> <li>Die Zahl der Umkleideschränke soll eingeschränkt werden (z. B. jeden vierten Schrank)</li> <li>Duschen vor dem Training mit Abstand. </li> <li>Duschen und Föhnen nach dem Training zuhause.</li> <li>vor dem Training und beim Wechsel der Trainingsstätte (Schwimmbad, Kraft-, Gymnastikraum) sind die Hände gründlich zu waschen</li> </ul> <p>Wie der DSV schreibt, ist der Leitfaden eine Orientierungshilfe und sollte nicht länger Anwendung finden als die Beschränkungen des Gesetzgebers in den einzelnen Bundesländern. Den kompletten Leitfaden finden Sie <a href="https://cdn.dosb.de/user_upload/www.dosb.de/Corona/UEbergangsregeln/200504_RW-Vorlage_DSV_Leitfaden_Vereine-DOSB-EF.pdf"><span class="ugb-highlight">hier im PDF-Format</span></a>.</p>

  • Never ending Story | Sun Yang geht in Berufung

    <div> <img width="940" height="627" src="https://swim.de/wp-content/uploads/2019/11/20190723_Gwangju_JK_328128ee.jpg" class="attachment-post-thumbnail size-post-thumbnail wp-post-image" alt="Sun Yang" srcset="https://swim.de/wp-content/uploads/2019/11/20190723_Gwangju_JK_328128ee.jpg 940w, https://swim.de/wp-content/uploads/2019/11/20190723_Gwangju_JK_328128ee-300x200.jpg 300w, https://swim.de/wp-content/uploads/2019/11/20190723_Gwangju_JK_328128ee-768x512.jpg 768w, https://swim.de/wp-content/uploads/2019/11/20190723_Gwangju_JK_328128ee-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 940px) 100vw, 940px"><span class="media-credit">Jo Kleindl</span> </div> <p>Wer dachte, Sun Yang sei mit der langjährigen Sperre wegen Verstoßes gegen die Anti-Doping-Regularien endgültig weg vom Fenster, irrt. Wie der Sport-Informations-Dienst berichtet, hat der chinesische Schwimmstar offenbar Berufung gegen das Urteil des Internationalen Sportgerichtshofs CAS eingelegt. Das soll eine dem Fall nahestehende Person der Nachrichtenagentur AFP bestätigt haben. Demnach zieht der dreimalige Olympiasieger vor das Schweizer Bundesgericht, um sich gegen die achtjährige Sperre zu wehren, die wohl sein Karriereende bedeuten würde. Der 28-jährige Sun Yang war in dem CAS-Prozess Ende Februar, in dem es um die Zerstörung einer Blutprobe im September 2018 ging, als Wiederholungstäter verurteilt worden. </p> <p>Laut SID hatte Sun Yangs Anwalt Zhang Qihuai bereits einen Tag nach dem Urteil einen Einspruch angekündigt und diesen mit zahlreichen Fehlern während des CAS-Prozesses begründet. Zitat: “Der 28. Februar war ein dunkler Tag, an dem das Böse über Gerechtigkeit und Macht über die offensichtliche Wahrheit siegten. Der CAS hat auf Vorverurteilungen gehört, war auf einem Auge blind für Regeln und Verfahren und auf dem anderen für Fakten und Beweise und hat Lügen und Falschaussagen akzeptiert.”</p> <p>Erst vor knapp zwei Wochen hatte es Spekulationen um Sun Yang gegeben, nachdem sein Name auf einer Liste mit Athleten aufgetaucht war, die von April bis Juni zu einem gemeinsamen Trainingslager eingeladen werden sollten. Als verurteilter Dopingsünder darf der Schwimmer während seiner Sperre eigentlich nicht an offiziellen Trainingsmaßnahmen teilnehmen. Kurz nach dem Bericht des “Swimming World Magazine” veröffentlichte der chinesische Verband eine korrigierte Liste, auf der Sun Yangs Name fehlte. </p>

  • “Wir brauchen Wettkämpfe” | Kein internationaler Langbahn-Höhepunkt im Jahr 2020

    <div> <img width="2000" height="1335" src="https://swim.de/wp-content/uploads/2020/02/budapest2_LEN.jpg" class="attachment-post-thumbnail size-post-thumbnail wp-post-image" alt="Duna Arena" srcset="https://swim.de/wp-content/uploads/2020/02/budapest2_LEN.jpg 2000w, https://swim.de/wp-content/uploads/2020/02/budapest2_LEN-300x200.jpg 300w, https://swim.de/wp-content/uploads/2020/02/budapest2_LEN-1024x684.jpg 1024w, https://swim.de/wp-content/uploads/2020/02/budapest2_LEN-768x513.jpg 768w, https://swim.de/wp-content/uploads/2020/02/budapest2_LEN-1536x1025.jpg 1536w, https://swim.de/wp-content/uploads/2020/02/budapest2_LEN-600x401.jpg 600w" sizes="(max-width: 2000px) 100vw, 2000px"><span class="media-credit">LEN</span> </div> <p>Die Schwimm-Europameisterschaften in Budapest sind erneut verschoben worden. Wie die Organisatoren in der ungarischen Hauptstadt mitteilten, werden die Titelkämpfe für Masters und Elite erst im Jahr 2021 stattfinden. Ein genauer Termin soll im November bekannt gegeben werden, wenn der Kongress des Europäischen Schwimmverbands tagt.<a href="https://swim.de/aktuell/masters-und-elite-em-2020-soll-spaeter-stattfinden/"><span class="ugb-highlight"> Wegen der Corona-Pandemie waren die Meisterschaften bereits vom Mai 2020 in den August 2020 verlegt worden.</span></a> In Ungarn sind bis mindestens Mitte August keine Veranstaltungen mit mehr als 500 Teilnehmern erlaubt.</p> <p>Durch die EM-Absage für dieses Jahr und die seit längerem bekannte Olympia-Verschiebung steht fest, dass es 2020 keinen internationalen Höhepunkt auf der 50-Meter-Bahn geben wird. Fraglich scheint derzeit auch, ob die Kurzbahn-Weltmeisterschaften in Abu Dhabi (15. bis 20. Dezember) wie geplant ausgetragen werden.</p> <h2>“Wir brauchen Wettkämpfe”</h2> <p>Der Deutsche Schwimm-Verband bringt nun eine nationale Wettkampfserie ins Spiel, um die Athleten motiviert zu halten. “Wir brauchen Wettbewerbe und Herausforderungen”, sagte DSV-Leistungssportdirektor Thomas Kurschilgen. “Wir müssen jetzt noch intensiver über eine nationale Wettkampfserie im letzten Quartal des Jahres mit Deutschen Meisterschaften im Nachwuchs und in der offenen Klasse nachdenken. Voraussetzung ist allerdings ein kompletter Zugang aller Bundeskader zu den Trainingsstätten, um den wir uns weiterhin kontinuierlich bemühen werden.”</p>

  • Corona | Online-Petition fordert Öffnung der Bäder zum 29. Mai

    <div> <img width="1500" height="1125" src="https://swim.de/wp-content/uploads/2019/09/b373b1e3971d4d94b59da4dccd3f9168.jpg" class="attachment-post-thumbnail size-post-thumbnail wp-post-image" alt="Start" srcset="https://swim.de/wp-content/uploads/2019/09/b373b1e3971d4d94b59da4dccd3f9168.jpg 1500w, https://swim.de/wp-content/uploads/2019/09/b373b1e3971d4d94b59da4dccd3f9168-300x225.jpg 300w, https://swim.de/wp-content/uploads/2019/09/b373b1e3971d4d94b59da4dccd3f9168-768x576.jpg 768w, https://swim.de/wp-content/uploads/2019/09/b373b1e3971d4d94b59da4dccd3f9168-1024x768.jpg 1024w, https://swim.de/wp-content/uploads/2019/09/b373b1e3971d4d94b59da4dccd3f9168-86x64.jpg 86w, https://swim.de/wp-content/uploads/2019/09/b373b1e3971d4d94b59da4dccd3f9168-600x450.jpg 600w" sizes="(max-width: 1500px) 100vw, 1500px"><span class="media-credit">Frank Wechsel / spomedis</span> </div> <p>Innerhalb eines Tages haben mehr als 6.000 Menschen <span class="ugb-highlight"><a rel="noreferrer noopener" href="https://www.openpetition.de/petition/online/wiederinbetriebnahme-der-freizeitbaeder-thermen-kurbaeder-hallenbaeder-und-freibaeder-zum-29-mai" target="_blank">eine Petition</a> </span>zur Öffnung der Schwimmbäder am 29. Mai unterschrieben. Die auf der Plattform Openpetition.de veröffentlichte Unterschriftenaktion fordert von der Bundesregierung eine bundesweit einheitliche Regelung zur Wiederinbetriebnahme aller öffentlichen Bäder <a href="https://swim.de/aktuell/einlassbegrenzung-und-online-tickets-so-will-wien-am-29-mai-die-baeder-oeffnen/"><span class="ugb-highlight">nach dem Vorbild Österreichs</span></a>. Dies umfasse Freizeitbäder, Thermen, Kurbäder, Hallenbäder und Freibäder. Initiiert wurde die Petition vom Geschäftsführer der European Waterpark Association Dr. Klaus Batz.</p> <p>Urlaub falle für viele Menschen dieses Jahr aus, heißt es in der Petition. Schwimmbäder seien daher eine Möglichkeit zur gesundheitsorientierten Freizeitgestaltung. Ein Besuch würde gestresste Familien entlasten. Zudem befürchten die Initiatoren „unkalkulierbar hohen Risiken“, sollte bei geschlossen Bädern das Baden in Seen und Flüssen erlaubt werden. Weder die Einhaltung der Regelungen zur Hygiene noch die Abstandsregeln könnten an offenen Badestellen sichergestellt werden. Hinzu käme eine erhöhte Ertrinkungsgefahr. Während im gesamten Jahr 2019 elf Menschen in öffentlichen Bädern ertrunken seien, waren es allein in der Sommersaison 320, die Seen, Teichen und Flüssen ertranken. Diese Zahlen würden für sich sprechen.</p> <p>Neben zahlreichen Unterstützern der Petition äußern sich im Pro&amp;Contra-Bereich der Website auch Kritiker. Ein User bemängelt, dass die Bäder bisher kein Konzept zum Schutz vor Corona vorgelegt hätten. Ein anderer hält die Öffnung der Bäder bei gleichzeitiger Absage von Großveranstaltungen für paradox. In beiden Fällen argumentieren Petitions-Unterstützer mit dem Zwei-Stufen-Plan zur Wiederinbetriebnahme, den die European Waterpark Association veröffentlicht hat. Den Plan können Sie in<span class="ugb-highlight"> </span><a rel="noreferrer noopener" href="https://www.ewa.info/wp-content/uploads/2020/04/Zwei-Stufen-Plan-der-European-Waterpark-Association-zur-Wiederinbetriebnahme-von-Freizeitb%C3%A4dern-und-Thermen-29.-4.-2020.pdf" target="_blank"><span class="ugb-highlight">diesem PDF</span></a><span class="ugb-highlight"> </span>nachlesen.</p>

  • Einlassbegrenzung und Online-Tickets | So will Wien am 29. Mai die Bäder öffnen

    <div> <img width="2560" height="1720" src="https://swim.de/wp-content/uploads/2020/04/Balakate-Dreamstime.com_-scaled.jpg" class="attachment-post-thumbnail size-post-thumbnail wp-post-image" alt="Freibad in Wien" srcset="https://swim.de/wp-content/uploads/2020/04/Balakate-Dreamstime.com_-scaled.jpg 2560w, https://swim.de/wp-content/uploads/2020/04/Balakate-Dreamstime.com_-300x202.jpg 300w, https://swim.de/wp-content/uploads/2020/04/Balakate-Dreamstime.com_-1024x688.jpg 1024w, https://swim.de/wp-content/uploads/2020/04/Balakate-Dreamstime.com_-768x516.jpg 768w, https://swim.de/wp-content/uploads/2020/04/Balakate-Dreamstime.com_-1536x1032.jpg 1536w, https://swim.de/wp-content/uploads/2020/04/Balakate-Dreamstime.com_-2048x1376.jpg 2048w, https://swim.de/wp-content/uploads/2020/04/Balakate-Dreamstime.com_-600x403.jpg 600w" sizes="(max-width: 2560px) 100vw, 2560px"><span class="media-credit">Balakate | Dreamstime.com</span> </div> <p>Personenbegrenzung, strikte Abstands- und Hygieneregeln, neue Bezahlmodelle: Mit einer Reihe von Maßnahmen wollen die Wiener Hallen- und Freibäder am 29. Mai ihre Türen öffnen. “Es gibt keinen Grund, die Sommersaison abzuschreiben – schließlich kann man sich durch das Wasser nicht anstecken und Bewegung an der frischen Luft und viel Sonne sind günstige Einflussfaktoren für das Immunsystem”, sagten Bürgermeister Michael Ludwig und Bäderstadtrat Jürgen Czernohorszky in einer gemeinsamen Erklärung. Laut ORF warte man aber noch auf Vorgaben des Gesundheitsministeriums.</p> <p>Unter anderem sollen folgende Maßnahmen gelten:</p> <ul> <li>Die Zahl der Besucher wird nach einem noch festzulegendem Schlüssel limitiert. Dasselbe gilt für die Zahl der Menschen, die gleichzeitig im Becken schwimmen.</li> <li>Durch ein Online-Ticketsystem können Eintrittskarten drei Tage im voraus gekauft werden. So soll der Andrang auf die Bäder besser reguliert werden. Die Gäste können online bereits sehen, ob das Bad ihrer Wahl ausgebucht ist. Unnötige Fahrten zu den Bädern würden dadurch vermieden.</li> <li>Einheitliche Tarife nach dem Muster “1-2-3” sollen helfen, den Kassiervorgang zu vereinfachen und Staus zu vermeiden. 1-2-3 bedeutet: ein Euro für Kinder, zwei Euro für Jugendliche, drei Euro für Erwachsene.</li> <li>Saunabereiche bleiben geschlossen. Ob Rutschen geöffnet werden können, wird noch geprüft.</li> <li>Es gilt Maskenpflicht im Eingangsbereich.</li> <li>Kinder unter 10 Jahren dürfen die Bäder nur in Begleitung Erwachsener besuchen.</li> <li>Das Personal wird auf die Einhaltung der Abstandsregeln achten. Zusätzlich sind die Besucher explizit aufgefordert, selbst darauf zu achten. </li> </ul> <div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img src="https://swim.de/wp-content/uploads/2020/04/dreamstime_xxl_136549298-1024x683.jpg" alt="Freibad in Wien" class="wp-image-9935" width="271" height="180" srcset="https://swim.de/wp-content/uploads/2020/04/dreamstime_xxl_136549298-1024x683.jpg 1024w, https://swim.de/wp-content/uploads/2020/04/dreamstime_xxl_136549298-300x200.jpg 300w, https://swim.de/wp-content/uploads/2020/04/dreamstime_xxl_136549298-768x512.jpg 768w, https://swim.de/wp-content/uploads/2020/04/dreamstime_xxl_136549298-1536x1024.jpg 1536w, https://swim.de/wp-content/uploads/2020/04/dreamstime_xxl_136549298-2048x1365.jpg 2048w, https://swim.de/wp-content/uploads/2020/04/dreamstime_xxl_136549298-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 271px) 100vw, 271px"><figcaption><span class="media-credit">Balakate | Dreamstime.com</span> Das Freibad Schweizergarten in Wien.</figcaption></figure></div> <p>Eine Berechnungsgrundlage für die Zahl der Gäste gibt es bisher nicht. Der ORF berichtet aber, dass die Wiener Bäder mit rund zehn Quadratmetern pro Person kalkulieren würden. Auch in den Pools müsste ausreichend Abstand gehalten werden. Dazu sagt ein Sprecher der Bäder dem TV-Sender: “Da hat jeder erfahrene Bademeister seine Richtwerte, das ist einfach anhand der Schwimmleinen oder der Bodenmarkierungen oder Körpergröße festzustellen, wie viel Platz das sein kann”.</p>

  • “Die Hoffnung stirbt zuletzt” | Freibadloser Sommer?

    <div> <img width="2048" height="1536" src="https://swim.de/wp-content/uploads/2020/04/95275757_237534624005579_5827074682733461504_n.jpg" class="attachment-post-thumbnail size-post-thumbnail wp-post-image" alt="Wunnebad Winnenden" srcset="https://swim.de/wp-content/uploads/2020/04/95275757_237534624005579_5827074682733461504_n.jpg 2048w, https://swim.de/wp-content/uploads/2020/04/95275757_237534624005579_5827074682733461504_n-300x225.jpg 300w, https://swim.de/wp-content/uploads/2020/04/95275757_237534624005579_5827074682733461504_n-1024x768.jpg 1024w, https://swim.de/wp-content/uploads/2020/04/95275757_237534624005579_5827074682733461504_n-768x576.jpg 768w, https://swim.de/wp-content/uploads/2020/04/95275757_237534624005579_5827074682733461504_n-1536x1152.jpg 1536w, https://swim.de/wp-content/uploads/2020/04/95275757_237534624005579_5827074682733461504_n-86x64.jpg 86w, https://swim.de/wp-content/uploads/2020/04/95275757_237534624005579_5827074682733461504_n-600x450.jpg 600w" sizes="(max-width: 2048px) 100vw, 2048px"><span class="media-credit">Martin Tschepe | tri-mag.de</span> </div> <p>Das Mineralfreibad in Backnang bei Stuttgart liegt idyllisch im Murrtal und ist bei gutem Wetter ein wahrer Publikumsmagnet. Eigentlich würde der Betrieb am 1. Mai beginnen. Eigentlich. Laut Corona-Verordnung der Landesregierung müssen alle Bäder aber bis vorerst 3. Mai geschlossen blieben. Der Backnanger Oberbürgermeister Frank Nopper sagt auf telefonische Anfrage: „Beobachter der Bäderszene befürchten allerdings, dass bis Juli/August kein Badebetrieb möglich sein wird.“ Und wenn das zutreffen sollte, dann, so der Rathauschef, der im November bei der OB-Wahl in Stuttgart als CDU-Kandidat ins Rennen geht, „dürfte eine Öffnung für die dann noch verbleibende stark reduzierte Freibadsaison unter wirtschaftlichen Aspekten nicht mehr sinnvoll sein“. Es spreche derzeit „leider einiges dafür, dass wir einen freibadlosen Sommer vor uns haben“.</p> <p>Eine ganze Saison ohne Freibäder? Noppers OB-Kollege Hartmut Holzwarth aus Winnenden sagt mit Blick auf das im Großraum Stuttgart bei vielen Sportschwimmern beliebte, weil ganzjährig geöffnete Wunnebad: Ein Anhaltspunkt für eine mögliche Öffnung von Freibädern seien „allenfalls“ die Vorsichtsmaßnahmen, die für die Lockerungen im Spitzensport gelten. „Darin sind strenge Vorsichtsmaßnahmen enthalten, die aber für einen allgemeinen Freibadbetrieb außerhalb des Sportschwimmens eher untauglich sind“. Den Freibadbetreibern seien keine Bedingungen bekannt, „die einerseits infektionsschützend und andererseits praktikabel“ sind. „Wir benötigen dazu wie alle Bäderbetreiber baldmöglichst Vorgaben.“</p> <div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img src="https://swim.de/wp-content/uploads/2020/04/94702512_239122027530469_2177599494823084032_n-1024x768.jpg" alt="Wunnebad Winnenden" class="wp-image-9923" width="337" height="253" srcset="https://swim.de/wp-content/uploads/2020/04/94702512_239122027530469_2177599494823084032_n-1024x768.jpg 1024w, https://swim.de/wp-content/uploads/2020/04/94702512_239122027530469_2177599494823084032_n-300x225.jpg 300w, https://swim.de/wp-content/uploads/2020/04/94702512_239122027530469_2177599494823084032_n-768x576.jpg 768w, https://swim.de/wp-content/uploads/2020/04/94702512_239122027530469_2177599494823084032_n-1536x1152.jpg 1536w, https://swim.de/wp-content/uploads/2020/04/94702512_239122027530469_2177599494823084032_n-86x64.jpg 86w, https://swim.de/wp-content/uploads/2020/04/94702512_239122027530469_2177599494823084032_n-600x450.jpg 600w, https://swim.de/wp-content/uploads/2020/04/94702512_239122027530469_2177599494823084032_n.jpg 2048w" sizes="(max-width: 337px) 100vw, 337px"><figcaption><span class="media-credit"><a href="https://swim.de/author/martin-tschepe/">Martin Tschepe</a> | tri-mag.de</span> Dieses Jahr nur ein Traum? Das Wunnebad im Abendlicht.</figcaption></figure></div> <h2>Besucherzahlen begrenzen</h2> <p>„Die Hoffnung stirbt zuletzt“, sagt der Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen (DGfdB), Christian Ochsenbauer. „Ich persönlich bin mittlerweile schon ziemlich skeptisch, was die Freibadsaison angeht.“ Man habe die Regierungschefs darauf hingewiesen, dass die Freibadsaison spätestens mit dem Beginn der Sommerferien starten müsse, damit das überhaupt noch irgend einen Sinn für Betreiber und Badegäste mache. <a href="https://swim.de/aktuell/freibaedern-droht-ausfall-der-sommersaison-baeder-verband-fordert-klare-aussage-der-politik/" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><span class="ugb-highlight">Die DGfdB fordert für die Freibäder „Richtungsentscheidungen“ und „eine klare Ansage der Politik</span></a> spätestens zum 6. Mai“. Entweder werde ein „konkretes sinnvolles Datum“ für die Eröffnung der Freibadesaison genannt, oder es werde analog zu der Entscheidung hinsichtlich der Großveranstaltungen gesagt, dass dieses Jahr die Freibadsaison ausfallen solle – bundesweit oder auch nur in einzelnen Bundesländern. „Wenn die Unsicherheit nicht bald ein Ende hat, werden sich in den nächsten Wochen mehr und mehr Kommunen unabhängig von der Bundes- und Landespolitik dafür entscheiden, die Freibadsaison im Jahr 2020 ausfallen zu lassen.“</p> <p>Allerorten machen sich auch die Schwimmer Gedanken über ihre Freibadsaison. Auf der Facebook-Seite „Bist Du heute schon geschwommen?“ zum Beispiel wird rege und kontrovers diskutiert. Manche sprechen von einem Trauerspiel – und befürchten, dass die Corona-Krise eine „willkommene Entschuldigung“ sein könnte, die verlustreichen Bäder geschlossen zu halten, obwohl mit Nutzungskonzepten sicher das ein oder andere Bad öffnen könnte: Kein Spaßbetrieb sondern nur ein Sportbetrieb, schlägt ein Schwimmer vor. Das hieße aber: viel wenig Besucher, noch weniger Einnahmen, noch höhere Verluste für die Kommunen. Ein Freibad sei keine Großveranstaltung, man könne den Zugang regeln, heißt es in einem Post. Vorgeschlagen werden Zeittakte, nur wenige Personen in den Duschen, Bahnen ableinen, nur Kraul schwimmen in beide Richtungen gestatten und echte Schnellschwimmbahnen ausweisen. „Es geht, wenn man will“, schreibt ein Schwimmer.</p> <h2>Längere Saison bis Oktober?</h2> <p>Ein Schwimmmeister aus einem Freibad in der Region Stuttgart, der namentlich nicht genannt werden will, sagt, er bleibe zuversichtlich und hoffe, dass die Sommersaison nicht komplett ins Wasser fällt. Falls die Freibäder später öffnen sollten als sonst, dann könnten die Saison ja bis Oktober gehen. Er schlägt vor, die Liegeflächen zu schließen und eine Besucherhöchstgrenze zu setzen. Abstandhalten beim Schwimmen „halte ich für Schwachsinn“, sagt er, denn es sei sehr unwahrscheinlich, dass man sich im gechlorten Wasser infiziere. „Ich sehe bei der Schwimmbadöffnung den Sport im Vordergrund“, den Sport und die psychische sowie die physische Gesundheit der Menschen.</p>


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