Aufregende Erlebnisse „by traveling with german railway“, ausgiebiger Genuss von sächsischen kulinarischen Spezialitäten im Altmarkt zwischen Frauenkirche, Zwinger und dem Elbeufer, zwei Gold-, fünf Silber- und zwei Bronzemedaillen – die Deutschen Masters Meisterschaften im Schwimmsportkomplex am Freiberger Platz in Dresden waren für das sechsköpfige Seniorenteam des Schwimmvereins Gmünd eine rundum gelungene Angelegenheit. Auch wenn die Medaillenausbeute schon üppiger war. Doch in einigen Altersklassen (jeweils fünf Geburtsjahrgänge bilden eine AK), in denen die Gmünder sonst dominieren, rückte „frisches Blut“ nach.
Das bekamen die Gmünder in der 4 x 50 Meter Freistilstaffel der AK 280 (Gesamtalter aller vier Schwimmer 280 Jahre) gleich zum Auftakt zu spüren. Da hatte der Gastgeber USV TU Dresden (Gesamtalter genau 280 Jahre) mit 2.09,12 Minuten nämlich knapp die Nase vorn und überließ dem Gmünder 291 Jahre alten Quartett mit Ulrich Fischer (29,75 Sekunden), Winfried Hofele (36,56), Roland Aubele (37,14) und Roland Wendel (28,29) in der Gesamtzeit von 2.11,74 Minuten „nur“ die Silbermedaille. Immerhin lag der SVG deutlich vor den Spitzenvereinen SSG Max Ritter (2.22,76 Minuten), SG Essen (2.26,20 Minuten) und SSF Bonn (2.40,99 Minuten).
Über 4 x 50 Meter Lagen der AK 280 trumpfte der SVG dafür gewaltig auf. Winfried Hofele (Rücken in 42,76 Sekunden), Wolfgang Merk (Brust in 35,39 Sekunden), Ulrich Fischer (Schmetterling in 31,35 Sekunden) und Roland Aubele (Freistil in 36,85 Sekunden) holten nach 2.26,35 Minuten überlegen die Goldmedaille vor dem USV TU Dresden (2.39,98 Minuten), der SSG Saar Max Ritter (2.42,42 Minuten), der SG Essen (2.50,97 Minuten) und den SSF Bonn (3.08,65 Minuten). Aber ein kleiner Funken Frust klebte am Titelgewinn – die Gmünder Recken verfehlten den Deutschen Rekord der Wasserfreunde Wuppertal um den Hauch von 0,07 Sekunden.
In den stark besetzten Einzelrennen war wieder einmal mehr Senior Roland Aubele (AK 80) der „Obergoldfisch“. Er ließ über 50 Meter Freistil nach 36,87 Sekunden seinen alten Rivalen Günter Kellermann vom OSC Potsdam mit 36,88 Sekunden um Haaresbreite hinter sich und fischte damit die einige Gmünder Einzelgoldmedaille aus dem Becken. Silber sicherte Aubele über 50 Meter Schmetterling (48,93 Sekunden) aus dem Wasser, Vierter wurde er über 50 Meter Brust (49,21 Sekunden). Winfried Hofele (AK 75) erkämpfte sich über 200 Meter Freistil in 3.19,07 Minuten eine Silbermedaille, über 100 Meter Rücken (1.39,56 Minuten), 50 Meter Freistil (37,00 Sekunden) und über 50 Meter Rücken (43,60 Sekunden) musste er sich diesmal mit fünften Rängen zufrieden geben.
SVG-Vorsitzender Roland Wendel (AK 65) schwamm mit 28,39 Sekunden über 50 Meter Freistil zwar eine phantastische Zeit, die reichte aber „nur“ zur Bronzemedaille. Platz 5 schaffte er über 50 Meter Brust in 39,13 Sekunden
Knapp an Gold vorbei schmetterte Ulrich Fischer (AK 60) über 50 Meter Schmetterling in 30,93 Sekunden. Jens Keil von der SG Bayer Leverkusen war um 0,31 Sekunden schneller. Mit Bronze dekorierte sich Fischer über 100 Meter Schmetterling in 1.14,28 Minuten. Über 200 Meter Lagen belegte er ihn 2.53,85 Minuten den fünften Platz, an sechster Stelle reihte sich Fischer über 100 Meter Freistil (1.05,72 Minuten) und 50 Meter Brust (38,04 Sekunden) ein. Wolfgang Merk (AK 60) überzeugte über 50 Meter Brust mit 35,53 Sekunden und belohnte sich damit mit einer Silbermedaille. Roland Horrmann SV vom Nordenham verdiente sich in 34,78 Sekunden die Goldmedaille.
Manuela Hieber (AK 50) vertrat als einzige in diesem Jahr das Gmünder Frauenteam und platzierte sich über 50 Meter Rücken (39,87 Sekunden) und 100 Meter Rücken (1.29,17 Minuten) zweimal auf einem guten sechsten Rang.
Von links: Roland Wendel, Ulrich Fischer, Manuela Hieber, Roland Aubele, Wolfgang Merk und Winfried Hofele.
Foto: SVG
