Es war für Leo Fingerle ein ganz besonderes Schwimmfest: Beim 20. Internationalen Wettkampf um den Sprintpokal des TV Kempten ging er zum ersten Mal in seinem „Heimatbad“ für seinen neuen Club Schwimmverein Gmünd an den Start. Und er trumpfte auf im Stile eines Spitzenschwimmers: Sprintpokalsieger mit der höchsten FINA-Punktzahl nach drei Kurzstrecken (50-m-Sprints), eine Goldmedaille in der offenen Wertung, eine Gold- und eine Silbermedaille in der Wertung des Jahrgangs 2008, zwei persönliche Bestzeiten, zwei Veranstaltungsrekorde und einen Altersklassenrekord. Der neuen Gmünder Schwimmhoffnung am nächsten kam Lenny Kientz (Geburtsjahrgang 2007), der Zweiter im Sprintpokal wurde, je einmal Silber und Bronze in der Gesamtwertung und einmal Gold in der Gesamtwertung gewann. Insgesamt fischte sich der SVG fünf Gold-, zwei Silber- und eine Bronzemedaillen in der Jahrgangswertung aus dem Becken; bei über 2000 Meldungen eine beachtliche Ausbeute.
SVG-Trainer Björn Koch, der Leon Fingerle schon vor drei Jahren als damaliger Coach des TV Kempten betreute, war natürlich „rundum happy“ – aber nicht nur wegen der Platzierungen von Leo Fingerle: „23 persönliche Bestzeiten bei 38 Einzelstarts zeigen, dass wir mit unserer strukturierten Trainingssteuerung auf dem richtigen Weg sind. Alle unsere Starter/innen haben nach einem intensiven Trainingslager in Faenza/Italien und einem anstrengenden Ausdauertraining zuhause den Härtetest für die Mannschaftsmeisterschaften Mitte Dezember mit Bravour bestanden. Leo Fingerle und Lenny Kientz gehen dabei als Vorbilder in unserer Gruppe vorneweg und ziehen unsere weiteren Talente moralisch mit. Besser kann man sich den Teamgeist als Trainer nicht wünschen!“
Im vom TV Kempten herausragend organisierten Pokalwettbewerb mussten alle Starter/innen drei Disziplinen nach eigener Wahl über die 50 Meter-Sprintstrecke und ein Rennen über die 100 Meter bestreiten. Die erzielten Zeiten wurden nach der am Weltrekord orientierten FINA-Tabelle in Punkte umgerechnet. Nur für die 100 Meter-Strecken gab es eine Jahrgangswertung, für die 50 Meter-Rennen nur eine Gesamtwertung.
Leo Fingerle (2008) stellte als Pokalsieger bei seinem Gesamtsieg über 50m Brust in 28,34 Sekunden eine persönliche Bestzeit (PB), einen Veranstaltungsrekord und einen Vereinsaltersklassenrekord. Die 100 Meter Brust gewann er in der Veranstaltungsrekordzeit von 1.01.50 Minuten. Dazu kamen noch Silber über 50 Meter Schmetterling in neuer PB von 26,37 Sekunden und Platz vier über 50 Meter Freistil in 24,62 Sekunden.
Lenny Kientz (2007) war in der Jahrgangswertung über 100 Meter Freistil in 52,58 Sekunden nicht zu schlagen. In den Gesamtwertungen sicherte es sich Silber über 50 Meter Freistil in 24,42 Sekunden und jeweils Bronze über 50 Meter Rücken in 29,00 Sekunden und über 50 Meter Schmetterling in 26,61 Sekunden.
Emil Lieby war beim Jahrgang 2010 Goldmedaillengewinner über 100 Meter Schmetterling in neuer PB von 1.04,87 Minuten. Top 10-Plätze sicherte er sich über 50 Meter Rücken (PB in 30,89 Sekunden), 50 Meter Freistil (PB in 26,19 Sekunden) und 50 Meter Schmetterling (29,61 Sekunden).
Als Zweiter über 100 Meter Brust in neuer PB von 1.17,34 Minuten stand beim Jahrgang 2011 Johannes Lillich auf dem Podest. Gute Mittelfeldplätze schaffte der 14-Jährige in der Gesamtwertung über 50 Meter Brust (34,50 Sekunden), 50 Meter Schmetterling (32,01 Sekunde) und über 50 Meter Freistil (29,52, erstmals unter 30 Sekunden) – allesamt neue PBs. Sein zwei Jahre jüngerer Bruder Jakob Lillich verbesserte sich über 50 Meter Brust auf 36,07 Sekunden, über 100 Meter Freistil verfehlte er in 1.03,15 Minuten als Vierter das Podest nur knapp. Beim Jahrgang 2010 hieß der Sieger über 100 Meter Freistil in 57,74 Sekunden Timo Scherer, der über 50 Meter Freistil (26,48 Sekunden) und 50 Meter Rücken (33,09 Sekunden) mit neuen PBs überzeugte.
Bei den Mädchen durfte sich Isabella Höchsmann (2009) als Goldmedaillengewinnerin über 100 Meter Schmetterling in 1.14,32 Minuten feiern lassen. Das war genauso neue PB wie bei ihren Mittelfeldplätzen in den Gesamtwertungen über 50 Meter Freistil (30,34 Sekunden), 50 Meter Rücken (35,68 Sekunden) und 50 Meter Schmetterling (33,57 Sekunden). Silber erkämpfte sich bravourös Lotta Rösch (20219) über 100 Meter Freistil in neuer PB von 1.07,35 Minuten. Hausrekorde stellte sie auch über 50 Meter Schmetterling (35,96 Sekunden) und über 50 Meter Freistil (29,95, erstmals unter 30 Sekunden) auf. Bei allen ihren vier Starts durfte sich Lea Elisa Geiger über neue PBs freuen. Über 50 Meter Freistil blieb sie mir 29,69 Sekunden erstmals unter der halben Minute, 35,02 Sekunden zeigte die Stoppuhr für ihre 50 Meter Rücken und 33,21 Sekunden über 50 Meter Schmetterling an. Mit 1.04,88 Minuten gewann sie über 100 Meter Freistil die Bronzemedaille.
Über 4 x 25 Meter Freistil der Männer trumpften Lenny Kientz, Leo Fingerle, Timo Scherer und Emil Lieby mit einer blitzsauberen Performance auf – das Gmünder Quartett feierte in 46,09 Sekunden einen grandiosen Sieg.
Die volle Konzentration richtet der SVG nun das Training auf die Deutschen Mannschaftsmeisterschaften. Die Frauen treten in der 2. Bundesliga Süd am 13. Dezember in Nürnberg an, die Männer in der Oberliga Baden-Württemberg am 14. Dezember in Karlsruhe.
