531 Frauen und 609 Männer im Alter zwischen 20 und 90 Jahren hatten 3256 Einzel- und 339 Staffelmeldungen für die Deutschen Kurzbahnmeisterschaften der Masters auf der 25-Meter-Bahn des Thurmfeld-Hallenbades in Essen abgegeben. Das kleine Team des Schwimmvereins Gmünd glänzte wieder einmal mehr mit einer respektablen Ausbeute von sechs Gold-, sechs Silber- und drei Bronzemedaillen.
Und diesmal überzeugten nicht nur die „alten Haudegen“, sondern auch zwei „Young-Masters“. Allen voran die 20-jährige Kathrin Stotz, die bei ihren ersten Mastersmeisterschaften gleich vier Medaillen gewann. Über 100 Meter Lagen sogar Gold in einem packenden Rennen. Nach je 25 Meter Schmetterling und Rücken lag sie noch auf Rang fünf, schob sich dann in ihrer Spezialdisziplin Brust an ihre Konkurrentinnen heran und sprintete im Freistil an die Spitze. 1.06,22 Minuten zeigten die Uhren für Kathrin, Anna-Lena Kuhn (SG Hamm) mit 1.06,62 Minuten und Mia Vollmer (Freie Schwimmer Düsseldorf) mit 1.06,66 Minuten folgten auf den Plätzen 2 und 3. In den weiteren Rennen sicherte sich Kathrin Stotz noch drei Silbermedaillen – über 200 Meter Lagen, 50 Meter und 100 Meter Brust. Dazu wurde sie noch Sechste über 100 Meter Schmetterling. „Es hat Spaß gemacht bei den Mastern“, sagte Kathrin und kündigte an: „Ich werde bei diesen Wettkämpfen weiter machen“. Für den 25-jährigen Fabian Blessing sind Masters-Wettkämpfe fast schon zur Routine geworden. In Essen holte er sich zum ersten Mal einen Podestplatz – Bronze über 100 Meter Brust in guten 1.06,31 Minuten. Der Stuttgarter Nico Perner (1.01,59 Minuten) bestätigte seine Favoritenrolle. Mit 30,30 Sekunden wurde Fabian über 50 Meter Brust Achter, zur Medaille fehlte nicht viel. Mit Rang vier über 100 Meter Rücken erreichte Manuela Hieber (Altersklasse 50) ihre bislang beste Einzelplatzierung bei Deutschen Meisterschaften, Sechste wurde sie über 50 Meter Rücken.
Der älteste Gmünder Master mutierte erneut zum „Obergoldfisch“: Roland Aubele (AK 80) gewann zu zwei Staffel-Goldmedaillen noch zwei Meistertitel in den Einzelrennen. Über 50 Meter Freistil (37,63 Sekunden) und über 50 Meter Schmetterling (47,24 Sekunden) ließ er seinem Dauerrivalen Jürgen Altenhofen (Ohligser TV) keine Chance, musste diesem aber den Sieg über 50 Meter Brust überlassen, gewann aber Silber. SVG-Vorsitzender Roland Wendel (AK 65) präsentierte sich in Topform: Über 100 Meter Freistil setzte er sich in 1.04,05 Minuten unangefochten gegen den Cannstatter Klaus Spranz durch und dekorierte sich mit der Goldmedaille. Trotz starker 28,28 Sekunden musste sich Wendel über 50 Meter Freistil mit Silber „begnügen“: Markus Reinhardt von der SG Dortmund schwamm überragende 27,13 Sekunden. Wolfgang Merk (AK 60) durfte sich über 50 Meter Brust in 35,84 Sekunden über die Silbermedaille freuen, nur Roland Horrmann vom SV Nordenham (34,01 Sekunden) war schneller als der Gmünder. Winfried Hofele (AK 75) ging gesundheitlich angeschlagen an den Start und war deshalb mit der Ausbeute von zwei Bronzemedaillen über 50 Meter Rücken und über 100 Meter Freistil zufrieden.
Wichtig war den vier Oldies vom SVG, dass sie die Serie der Gmünder Siege in den Staffelwettbewerben der AK 280 fortsetzten. Und in der Tat waren Roland Aubele, Winfried Hofele, Wolfgang Merk und Roland Wendel sowohl über 4 x 50 Meter Lagen (2.36,74 Minuten) als auch über 4 x 50 Meter Freistil (2.18,22 Minuten) weder von den Wasserfreunden Hannover noch vom AMTV Hamburg oder den SSF Bonn nur annährend zu gefährden. Es ist schon bemerkenswert, dass die SVG-Senioren seit Jahren die Staffelwettbewerbe in der AK 280 in Deutschland dominieren.


