„Road to DJM“ in Wetzlar - Leo Fingerle marschiert als Vorbild vorneweg - Drei Gold-, zehn Silber-, fünf Bronzemedaillen sowie 83 Bestzeiten für Team des Schwimmverein Gmünd 

Nach dem doch enttäuschenden Abschneiden bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften der Damen in der 2. Bundesliga (Abstieg) und der Herren in der Oberliga Baden-Württemberg (kein Aufstieg) haben sich elf Mädels und neun Jungs des Schwimmvereins Gmünd (SVG) beim hochkarätig besetzten Internationalen Schwimmfest des TV Wetzlar wieder „berappelt“: Drei Gold-, zehn Silber- und fünf Bronzemedaillen waren mehr als Björn Koch erwartet hatte. Besonders gefreut hat sich der SVG-Trainer, dass seine Schützlinge bei 100 Starts auf der für sie zu diesem Zeitpunkt noch ungewohnten 50-Meter-Bahn nicht weniger als 83 neue persönliche Bestzeiten aufstellten – konzentriertes Ausdauertraining zahlt sich eben aus.

„Road to DJM“ lautete der anspruchsvolle Slogan des Wettbewerbs in Wetzlar. Die Qualifikationsnorm für die Deutsche Jahrgangsmeisterschaften Mitte Juni in Berlin schaffte (vorerst) als einziger Leo Fingerle (Geburtsjahrgang 2008) gleich dreifach über 50, 100 und 200 Meter Brust. Und nicht nur das: Fingerle gewann drei Gold- (200 Meter Lagen, 50 und 100 Meter Brust) und eine Silbermedaille (200 Meter Brust), schwamm über 50 Meter Brust mit 29,12 Sekunden und über 100 Meter Brust mit 1.04,21 neue Vereinsaltersklassenrekorde und glänzte über 50 Meter Brust sogar mit der besten Einzelleistung bei der Jahrgangsgruppe 2007/08.

Auf drei Silber- (50 Meter Freistil, 50 und 200 Meter Brust) und eine Bronzeplakette (50 Meter Schmetterling) brachte es Ben Grahn (2014), der sechs neue persönliche Bestzeiten aufstellte. Stark verbessert präsentierte sich Emil Lieby (2010) bei allen seinen sechs Starts. Er holte sich über 200 und 400 Meter Silber, Bronze über 200 Meter Schmetterling und steigerte den Vereinsaltersrekord über 400 Meter Lagen auf 5.05,59 Minuten.

Leni Günther (2015) stand dreimal auf dem Podest – als Zweite über 200 Meter Lagen und als Bronzemedaillengewinnerin über 50 und 100 Meter Brust. Viermal war sie noch nie schneller. Lenny Kientz (2007) bestätigte seine konstante Aufwärtsentwicklung mit Platz 2 über 100 Meter Freistil. Auch Ida Zinke (2015) über 200 Meter Rücken und Pia Stimm (2016) über 50 Meter Rücken dekorierten sich mit Silber und verbesserten ihre Hausrekorde erheblich. Schließlich durfte sich Timo Elias Scherer (2010) über 200 Meter Freistil mit einer Bronzemedaille schmücken. Auch er übertraf alle seine bisherigen Bestzeiten.

Für Ella Irtenkauf, Lotta Rösch, Ida Zinke, Jakob Lillich, Lukas Popa, Lea Elisa Geiger, Mia Marie Grahn, Isabella Höchsmann, Jan Altrichter, Sebastian Heim und Lorenz Irtenkauf reichte es zwar (noch) nicht zu einer Medaille, aber mit guten Platzierungen im Vorderfeld und einer Flut von persönlichen Bestzeiten bei allen Starts bewiesen sie ihr Talent. 

Im neuen Jahr beginnt für das Leistungsteam des SVG die Vorbereitung auf die Langbahnsaison. „Wir wollen so schnell wie möglich mit so vielen Schwimmer/innen die Qualifikationen für die Meisterschaften auf Landesebene und auf nationaler Ebene schaffen“, gibt Björn Koch die Zielsetzung aus. Einer, der dabei vorbildlich voran schwimmt, ist Leo Fingerle. Er wurde vom Deutschen Schwimmverband zu einem Nationallehrgang mit komplexer Leistungsdiagnostik vom 14. bis 18 Januar im Olympiastützpunkt in Heidelberg eingeladen.