Otto-Fahr- SWIM-Meeting in Cannstatt - Lenny Kientz gewinnt Gold und Bronze - 32 persönliche Bestzeiten für Leistungsteam 1 des Schwimmvereins Gmünd

Das Dr. Otto-Fahr SWIM-Meeting, benannt nach dem ehemaligen Weltrekordler und Olympia-Medaillengewinner, ist seit einem halben Jahrhundert fester und beliebter Bestandteil im Sportkalender des SV Cannstatt. Bei der 50. Jubiläumsauflage im Sportbad Neckarbad in Cannstatt gab es über 5300 Einzel- und Staffelstarts deutscher und internationaler Spitzenathleten, die nicht nur um lukrative Preisgelder kämpften, sondern sich in erster Linie für die anstehenden Landesmeisterschaften und die Deutschen Jugendmeisterschaften qualifizieren wollten. Internationales Flair verbreiteten insbesondere das italienischen Nationalteams mit Nicolò Martinenghi, dem Olympiasieger von Paris 2024 über 100 Meter Brust, Alessandro Bori, Europameister mit der Staffel über 4 x 100 Meter Freistil, und Giacomo Carini, Olympiaschwimmer für Italien über 200 Meter Schmetterling.

Die vier Schwimmerinnen und vier Schwimmer aus dem Leistungsteam1 des Schwimmvereins Gmünd (SVG) schlugen sich in dem internationalen Klassefeld äußerst achtbar: 32 neue persönliche Bestzeiten bei 47 Einzelstarts waren für Björn Koch „das Spiegelbild des guten Leistungs- und Entwicklungsstands unseres Teams“. Der SVG-Trainer konnte in Cannstatt seine Schützlinge nicht persönlich coachen, da er gleichzeitig mit Leo Fingerle und Kathrin Stotz bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin weilte (wir berichteten). Dafür stand Jochen Geiger als Übungsleiter erfolgreich am Rand des 50-Meter-Beckens im Neckarbad. 

Er durfte sich vor allem über die Medaillengewinne von Lenny Kientz und Emil Lieby freuen. Lenny Kientz gelang sogar das Kunststück, über 100 Meter Freistil des Geburtsjahrgangs 2007 in 54,77 Sekunden die Goldmedaille zu holen. Mit dieser Zeit qualifizierte er sich auch noch für das jahrgangsübergreifende große Finale, das er als Fünfter beendete. In neuer persönlicher Bestzeit (PB) von 26,81 Sekunden schaffte Kientz als Dritter und Bronzemedaillengewinner auch über 50 Meter Schmetterling den Sprung aufs Podest, das er über 50 Meter Freistil (25,11 Sekunden) und 100 Meter Schmetterling (1.01,44 Minuten, PB) nur knapp verpasste.

Emil Lieby (2010), der in allen seinen fünf Rennen seine PB steigerte, überraschte mit 2.06,69 Minuten über 200 Meter Freistil und belohnte sich dafür mit einer Bronzemedaille. Fast wäre das ihm das auch über 200 Meter Schmetterling (2.25,15 Minuten) und 400 Meter Lagen (4.57,29 Minuten) gelungen, aber er musste sich knapp geschlagen mit jeweils Rang 4 zufriedengeben. Topten-Platzierungen gab es für Emil Lieby noch über 50 Meter Schmetterling und 100 Meter Freistil.

Johannes Lilich (2011) verbesserte dreimal seine Bestzeiten und platzierte sich über 200 Meter Schmetterling (7.) und über 200 Meter Lagen (8.) unter den besten zehn. Auch Timo Elias Scherrer (2010, 5 PB) schwamm zweimal unter die Topten – über 200 Meter Freistil als Sechster über 200 Meter Rücken als Zehnter.  

Mit vier Bestzeiten und hervorragenden Platzierungen, aber leider immer knapp am Podest vorbei, überzeugte Lea Elisa Geiger (2009): Vierte über 50 Meter Freistil, Fünfte über 200 Meter Rücken und 50 Meter Schmetterling, Sechste über 100 Meter und 200 Meter Freistil sowie Achte über 100 Meter Schmetterling. 

Gleiches gilt für Isabella Höchsmann (2009), in allen ihren sechs Rennen ihre Hausrekorde verbesserte: Rang 4 über 50 Meter Schmetterling, Platz 5 über 100 Meter Schmetterling, Siebte über 50 Meter Freistil und 50 Meter Rücken, Achte über 100 Meter Rücken und über 100 Meter Freistil. Lotta Rösch (2010) steigerte ihre Bestzeiten viermal, über 50 Meter und 200 Meter Rücken gelangen ihr Topten-Platzierungen. Mia-Marie Grahn (2011) schaffte bei sechs Starts drei neue Bestzeiten.